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Experten und Unternehmer einig: „Kein Beleg für Maskenpflicht“

Die Zahl der Neuinfektionen würde eine Einführung der Maskenpflicht nicht rechtfertigen, sagt AGES-Chef Franz Allerberger. Die Maske habe null Wirkung auf die Corona-Kurve.

Maske tragen oder nicht? Diese Frage und die Pandemie an sich haben Potenzial, die Bevölkerung zu spalten. Am Dienstag will die Bundesregierung über die Maskenpflicht entscheiden.
© HELMUT FOHRINGER

Von Anita Heubacher

Innsbruck, Wien – Bei Franz Allerberger laufen alle Corona-Zahlen österreichweit zusammen. Er ist der Leiter der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, AGES. Warum die Bundesregierung jetzt über die Wiedereinführung und Ausweitung der Maskenpflicht nachdenkt, ist für den Experten nicht nachvollziehbar. „Es gibt keine Belege für eine Maskenpflicht.“ Selbst in Nieder-, Oberösterreich und Wien, wo die letzten Cluster aufgetaucht sind, würden die Fallzahlen nicht durch die Decke gehen. „Zwischen dem, was sich belegen lässt, und dem, was die Politik tut, gibt es einen großen Unterschied.“ Außerdem gebe es „Experten wie Sand am Meer“, die wie der Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Thomas Szekeres, eine Maskenpflicht in Supermärkten oder im Handel befürworten würden.

Die AGES hat bereits im ­April, in der Corona-Hochphase, festgestellt, dass es keine Infektionen in Supermärkten gegeben habe. Auch bei 2000 Personen im sonstigen Handel habe man so gut wie keine Fälle gefunden. „Wenn ich ein Mitarbeiter wäre, der die Maske acht Stunden lang tragen muss, dann würde ich verlangen, dass mir jemand die Notwendigkeit mit Zahlen belegt.“

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