Tuberkulose-Fall in Kufsteiner Bordell: Anrufe besorgter Freier

Eine Mitarbeiterin des Kufsteiner Bordells ist an Tbc erkrankt.
© Hrdina

Kufstein – Das Telefon klingelte gestern mehrfach im Kufsteiner Bordell „Atlantis“– am Hörer waren besorgte Freier. Am Dienstagabend hatte das Land Tirol Kunden des „Saunaclubs“ aufgerufen, bei gesundheitlichen Problemen einen Lungenfacharzt zu kontaktieren. Eine Mitarbeiterin des Betriebs sei an einer offenen Tuberkulose erkrankt. Die Dame soll, wie berichtet, vom 3. bis 5. sowie am 7. Juli im Lokal gewesen sein.

Die Befürchtung der Behörden, Kunden könnten sich aus Scham nicht melden, war groß. Diskretion stehe an oberster Stelle, zudem gelte das Arztgeheimnis, betont man in der Bezirkshauptmannschaft Kufstein. Amtsarzt Stefano Longato erklärt, es könne sechs bis acht Wochen dauern, bis das Immunsystem auf den Erreger reagiert und erste Symptome auftreten. Es sei aber auch möglich, dass die Krankheit erst nach Jahren – wenn überhaupt – ausbricht. „Wir wollen, dass sich die Menschen des Risikos bewusst sind und ihren Gesundheitszustand im Auge behalten“, sagt der Mediziner.

Das Landratsamt Rosenheim wurde gestern Mittag informiert. Die Behörden gehen davon aus, dass es auch Kunden aus dem bayerischen Einzugsgebiet gibt. (jazz)

TT-ePaper gratis testen und eines von drei E-Bikes gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt mitmachen
TT ePaper

Kommentieren


Schlagworte