Kärntner Bauer zog Schweinen Stacheldraht durch die Nase

Die zuständige Behörde bestätigte die Angaben von Tierschützern. Der Landwirt muss mit einer Anzeige wegen Tierquälerei rechnen.

Ein offensichtlich vom natürlichen Verhalten seiner Schweine genervter Bauer zog allen seinen Tieren Stacheldraht durch die Nase, um sie am Wühlen im Boden zu hindern.
© VGT

Spittal an der Drau – Ein Fall von Tierquälerei auf einem Bauernhof in Oberkärnten hat am Donnerstag für Aufregung gesorgt. Wie der „Verein gegen Tierfabriken" (VGT) in einer Aussendung mitteilte, hatte ein Bauer seinen Schweinen Löcher in die Nasen gebohrt und einen Draht durchgezogen. Die Bezirkshauptmannschaft Spittal an der Drau bestätigte den Fall, der Mann muss mit einer Anzeige wegen Tierquälerei rechnen.

Es stimmt mich sehr ärgerlich, dass hier aus reiner Willkür Tieren große Schmerzen und Qualen zugefügt wurden. Bedenkt man, dass dem Großteil der Schweine in Österreich ihr Grundbedürfnis, im Boden zu wühlen, verwehrt wird, weil sie auf hartem Betonspaltenboden leben müssen, kann man schon verzweifeln.
VGT-Jurist Alexander Kirchmauer

Laut Angaben der Behörde war man bereits Anfang Juli auf dem Hof eingeschritten. „Nachdem wir eine entsprechende Meldung bekommen haben, sind unsere Mitarbeiter noch am selben Tag hingefahren", bestätigte die stellvertretende Behördenleiterin Carmen Oberlerchner auf APA-Anfrage. Fünf Schweine hatten einen Draht durch die Nase gezogen gehabt, dieser wurde auf der Stelle entfernt. „Der Halter war auch einsichtig", sagte Oberlerchner – nichtsdestotrotz erwartet ihn eine Anzeige. (APA, TT.com)

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