Zehn Schafe in Kössen gerissen, vier verletzt, fünf Tiere der Herde fehlen

Alles deutet darauf hin, dass ein Wolf die Tiere gerissen hat. Proben wurden entnommen, in drei Wochen liegen voraussichtlich die Ergebnisse der DNA-Analyse vor.

Symbolfoto.
© PATRIK STOLLARZ

Kössen – Am Montag waren in Kössen und Walchsee bereits die Kadaver von fünf Schafen gefunden worden. Nun hat offenbar ein Wolf wieder eine Herde heimgesucht. Am Donnerstag wurden zehn gerissene Schafe gefunden. Ein weiteres Tier war so schwer verletzt, dass es getötet werden musste. Drei weitere Schafe wiesen Verletzungen auf. Fünf Tiere sind laut Aussendung des Landes noch abgängig.

"Aufgrund des Rissbildes ergibt sich bei den toten Schafen im Bezirk Kitzbühel ein konkreter Wolfsverdacht. Ob ein Zusammenhang zu den weiteren Schafen, die diese Woche in Kössen gerissen worden sind, besteht, wird sich im Zuge der DNA-Analyse zeigen“, sagt Martin Janovsky, Beauftragter des Landes Tirol für große Beutegreifer. Die Ergebnisse der DNA-Analyse liegen voraussichtlich in drei Wochen vor.

Landwirte, die in dem Gebiet Schafe halten, werden vom Land aufgerufen, verstärkt nach ihren Herden zu sehen. Risse und andere Auffälligkeiten sollen sie umgehend an die Bezirkshauptmannschaft melden. "Nutztiere, die von einem großen Beutegreifer gerissen wurden, werden finanziell entschädigt", heißt es in der Aussendung weiter. Auch die Bevölkerung wird gebeten, Sichtungen, Filmaufnahmen oder Fotos von Wolfsichtungen ebenso wie etwaige Risse an die zuständigen Bezirkshauptmannschaft zu melden. (TT.com)


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