Absage für Hockenheim: Nürburgring bei der Formel 1 hoch im Kurs

Nach sieben Jahren Abstinenz könnte die Motorsport-Königsklasse in dieser Saison in die Eifel zurückkehren. Unterdessen geht das verbale Duell zwischen Lewis Hamilton und Bernie Ecclestone in die nächste Runde.

Regen-Action wie im Vorjahr wird es heuer am Hockenheimring nicht zu sehen geben.
© CHRISTOF STACHE

Nürburg – In der Herbst-Kälte der Eifel könnte die Formel 1 ein überraschendes Comeback auf dem Nürburgring feiern. Die Betreiber der Rennstrecke bestätigten generelle Gespräche über ein mögliches Deutschland-Rennen in diesem Jahr. Sieben Jahre nach dem bisher letzten Grand Prix auf der Strecke am Fuße der Nürburg ist einem Medienbericht zufolge der 11. Oktober als Renntag auserkoren.

Seit der Austragung 2013 hätten immer wieder Gespräche stattgefunden, teilte Pressesprecher Alexander Gerhard auf Anfrage mit: „Auch dieses Jahr haben wir miteinander gesprochen. Zu vermelden gibt es im Moment aber nichts.“ Wie das Online-Portal motorsport-magazin.com berichtete, scheint das Rennen auf dem Nürburgring aber nur noch eine Formsache zu sein.

Zuschauer als Knackpunkt für Hockenheim

Aber warum nun auf einmal Eifel statt Nordbaden? Lange zogen sich die Gespräche der Verantwortlichen des Hockenheimrings und der Formel 1 hin. Zuletzt waren Mugello und Russland Mitte und Ende September bestätigt worden, die Rennen neun und zehn in der Corona-Notsaison, die mit fast viermonatiger Verspätung ins Rollen gekommen war.

In der ehemaligen Winter-Olympia-Stadt Sotschi hoffen sie auch auf ein Rennen mit Zuschauern. Und das scheint einer der entscheidenden Punkte bei den Verhandlungen mit dem Hockenheimring gewesen zu sein. Die „Königsklasse“ des Motorsports habe signalisiert, dass man einen Grand Prix in Europa zumindest vor einigen Zuschauern stattfinden lassen wolle. „Mit den Verordnungen in Baden-Württemberg ist das nicht machbar“, sagte Veranstalter Jorn Teske.

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Der andere Knackpunkt waren die Finanzen. „Wir haben immer versucht, eine Lösung zu finden. Wir sind aber immer bei unserer Maßgabe geblieben, dass wir nicht auf Kosten sitzen bleiben dürfen“, sagte Teske. „Wir sind am Ende nicht zusammengekommen.“ Doch dürfte das auch beim Nürburgring ein elementares Thema sein. Der Kurs wechselte sich ab 2007 aus finanziellen Gründen bereits mit dem Hockenheimring ab, ehe nach 2013 ganz Schluss war.

Nächste Runde Hamilton vs. Ecclestone

Indes ging gestern der verbale Schlagabtausch zwischen Formel-1-Star Lewis Hamilton und Ex-Boss Bernie Ecclestone in die nächste Runde. Ecclestone hat die verbalen Attacken von Hamilton in der Rassismus-Debatte der Formel 1 gekontert. Der 89-jährige Brite, dem Hamilton vorgeworfen hatte, „ignorant und ungebildet“ zu sein, sagte der Daily Mail (Donnerstag): „Ich habe das gleiche Schulniveau wie du.“ Er verwies zudem auf mehrere Erfahrungen, in denen er schwarzen Menschen geholfen habe oder mit ihnen gefühlt habe. (APA, dpa)


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