Matchball verwertet: Juventus Turin holte neunten Scudetto in Serie

Der italienische Meister heißt einmal mehr Juventus. Die Serientäter aus Turin brachten angeführt von Torjäger Cristiano Ronaldo mit einem 2:0-Sieg gegen Sampdoria Genua den Titel in trockene Tücher.

Cristiano Ronaldo ebnete Juventus mit seinem Treffer kurz vor der Pause den Weg zum Sieg und zum Meistertitel.
© MARCO BERTORELLO

Turin – Nach einem erlösenden Tor von Cristiano Ronaldo sicherte sich Rekordchampion Juventus Turin zum neunten Mal in Serie die italienische Meisterschaft. Die Mannschaft um den fünfmaligen Weltfußballer machte den insgesamt 36. Scudetto der Vereinsgeschichte mit einem 2:0 (1:0) am Sonntagabend im Heimspiel gegen Sampdoria Genua perfekt. Ronaldo traf zum 1:0 vor der Halbzeit.

Mit 83 Punkten ist Turin zwei Spieltage vor dem Saisonende der Serie A nicht mehr von Platz eins zu verdrängen. Der Tabellenzweite Inter Mailand liegt sieben Punkte zurück.

Juventus war trotz optischer Überlegenheit in der ersten Halbzeit harmlos, dann traf Ronaldo nach einer Freistoßvariante mit der letzten Aktion. Ein Zuspiel von Miralem Pjanic verwertete der 35-Jährige von der Strafraumgrenze direkt mit einem Flachschuss (45.+7). Gegen die nun offensiveren Gäste war Ronaldo auch am 2:0 beteiligt, nach seinem Schuss staubte Federico Bernardeschi (67.) ab. Damit war der glanzlose, aber entscheidende Erfolg gesichert. Der an die Latte verschossene Foulelfmeter in der 89. Minute dürfte nur Ronaldo selbst mit Blick auf die Torjäger-Wertung richtig geärgert haben.

Den am Ende beruhigenden Vorsprung an der Tabellenspitze hatte Juve zuletzt vor allem auch der Schwäche der Konkurrenten zu verdanken. Denn in den elf Partien vor dem Spiel am Sonntag waren der Sarri-Mannschaft nur fünf Siege gelungen.

Immobile schraubt Torkonto mit Dreierpack auf 34 hoch

Ob Ronaldo auch noch Torschützenkönig wird, ist fraglich. Denn während der portugiesische Superstar bislang 31 Tore erzielte, hat Ciro Immobile nach seinem Dreierpack beim 5:1 (1:1) des Tabellenvierten Lazio Rom beim Hellas Verona schon 34 Treffer auf seinem Konto - so viele, wie Robert Lewandowski zum Titelgewinn des FC Bayern beisteuerte. Den Rekord in Italien hält der jetzige Juve-Profi Gonzalo Higuaín. Der Argentinier erzielte in der Saison 2015/2016 36 Tore für den SSC Neapel.

Im August wartet auf die „Alte Dame“ des italienischen Fußballs die nächste Titelchance. Juventus steht im Achtelfinale der Champions League, muss am 7. August gegen Olympique Lyon allerdings eine 0:1-Hinspielpleite wettmachen, um das Finalturnier in Lissabon zu erreichen. In der nächsten K.o.-Runde würde Real Madrid oder Manchester City als Gegner warten. (dpa)


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