SV Mattersburg bestätigte Abgang von Trainer Ponweiser, Zukunft beim ÖFB

Der nunmehrige Ex-Trainer steht vor einem Wechsel zum ÖFB, wo er als Bereichsleiter in der Trainerausbildung tätig sein wird. Ponweiser will dem angeschlagenen SV Mattersburg aber vorerst dennoch „mit voller Kraft weiterhelfen": „Ich trete keinesfalls eine Flucht an".

Der in eine existenzielle finanzielle Krise gerutschte SV Mattersburg hat seinen Cheftrainer an den ÖFB verloren.
© HERBERT NEUBAUER

Mattersburg – Der in personelle und finanzielle Turbulenzen geratene SV Mattersburg hat am Donnerstag den Abgang von Trainer und Sportchef Franz Ponweiser bestätigt. Ponweiser habe in den vergangenen Tagen „kräftig mitangepackt, um für den SVM das Beste herauszuholen", erklärte der Club in einer Aussendung. „Dies will er unabhängig von seinem bevorstehenden Abgang fortsetzen."

Ponweiser selbst hatte sein berufliches Ende beim SVM bereits am Mittwoch gegenüber dem ORF erklärt. In der Club-Mitteilung hieß es vom 44-Jährigen nun: „Ich habe mich entschlossen, ein spannendes Angebot anzunehmen, das unabhängig von den Geschehnissen in Mattersburg bestanden hat. Ich trete keinesfalls eine Flucht an und habe mit dem SVM offen kommuniziert und vereinbart, dass ich dem Klub in den nächsten Wochen noch mit voller Kraft weiterhelfen werde. Meine Zeit in Mattersburg war zwar zeitweise hart, aber gleichzeitig wunderschön."

Mitunter für Bereich Trainer-Fortbildungen zuständig

Ponweiser war über die Fußballakademie Burgenland, in der er seit Jänner 2017 als Sportlicher Leiter fungiert hat, zu den Profis gekommen. Dort hatte er im Juni 2019 die Doppelfunktion des Cheftrainers und Sportlichen Leiters übernommen. Seine Zukunft liegt wie erwartet beim ÖFB.

Der 44-Jährige übernimmt beim Fußball-Bund eine Rolle als Bereichsleiter in der Trainerausbildung, gab dieser am Donnerstag in einer Aussendung bekannt. Dazu soll er die Scouting-Mannschaft von A-Teamchef Franco Foda für die Gegnerbeobachtung verstärken. Als Gesamtleiter der ÖFB-Trainerausbildung tritt Thomas Eidler die Nachfolge des zum LASK abgewanderten Dominik Thalhammer an.

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Auch Lederer neu im Verband

Eidler war zuletzt seit zwei Jahren als sportlicher Leiter in der Abteilung Traineraus- und -fortbildung beim ÖFB engagiert. Dem 43-Jährigen werden künftig neben Ponweiser auch der frühere Admira-und St.-Pölten-Trainer Oliver Lederer sowie der intern aufgerückte Alexander Diridl als Bereichsleiter zur Seite stehen.

Lederer betreute zuletzt den Regionalligisten FCM Traiskirchen. Der 42-Jährige übernimmt nicht nur die Leitung mehrerer Trainerkurse, sondern auch ein Nachwuchs-Nationalteam – nämlich jenes der kommenden U15. Diridl kümmert sich unter anderem um die Nachwuchstrainer, Futsal und E-Learning.

ÖFB-Sportdirektor Schöttel optimistisch

„Ich bin sehr zufrieden, dass wir für den so wichtigen Bereich der Traineraus- und fortbildung absolute Experten gewinnen konnten, die uns neue Impulse geben werden", kommentierte ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel die Personalentscheidungen. „Wir haben bei der Neubesetzung darauf geachtet, dass wir unterschiedliche Werdegänge und Hintergründe vereinen und damit Know-how bündeln können."

Aufgabengebiete außerhalb der Trainerausbildung seien bewusst integriert, um Vernetzung und Wissenstransfer zu fördern. Schöttel: „Nach den durch die Corona-Pandemie bedingten Terminverschiebungen und den personellen Wechseln von Dominik Thalhammer und Wolfgang Fiala (bisher Spielanalyst, als Nachwuchsleiter zur SV Ried/Anm.) gab es einige Herausforderungen zu bewältigen. Ich bin angesichts der Neubesetzungen sehr zuversichtlich, dass wir sehr gut aufgestellt in die Zukunft gehen." (APA)


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