Amoklauf-Drohung gegen Welser Schule: 17-Jähriger muss vor Gericht

Der Jugendliche muss sich wegen gefährlicher Drohung verantworten. Der Bursch gab an, seine Drohung sei nur „Satire" gewesen.

Wels – Ein 17-Jähriger, der Ende Mai einen Amoklauf in einem Welser Gymnasium auf Social Media angekündigt haben soll, muss sich demnächst vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Wels hat einen Strafantrag wegen gefährlicher Drohung gegen den Teenager eingebracht, berichtete das Oö. Volksblatt in seiner Freitag-Ausgabe.

Eltern hatten am Tag der Mathematik-Matura am 28. Mai in der Früh wegen zweier Postings Anzeige erstattet. Auf einem Video war ein Ausschnitt aus einem Ego-Shooter-Computerspiel zu sehen, in dem der Schütze mit gezogener Waffe auf das Gymnasium zugeht. Hinterlegt war es mit Teilen des Songs „Pumped Up Kicks", in dem es um ein School-Shooting geht. Zudem soll in einem weiteren Posting auf Englisch eine Straftat in der Schule angekündigt worden sein.

Mehrere Polizeieinheiten rückten daher zum Gymnasium aus und durchsuchten das Gebäude. Nachdem Entwarnung gegeben wurde, konnte die Prüfung wie geplant stattfinden. Tags drauf wurde der mutmaßliche Verfasser der Postings ausgeforscht. Er gab an, es habe sich nur um „Satire" gehandelt. Die Bildungsdirektion und die Staatsanwaltschaft sahen das anders. Mittlerweile wurde der Bursch per Bescheid von der Schule ausgeschlossen. Nun folgt noch ein strafrechtliches Nachspiel. Ein Prozesstermin stand vorerst nicht fest. (APA)

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