Debatte um Wohnsitz: Strache nutzte Adresse in Klosterneuburg für Klage

Heinz-Christian Strache muss in Wien wohnhaft sein, um bei der Wien-Wahl antreten zu können. Seit Tagen wird darüber diskutiert, ob dies tatsächlich der Fall ist. Ein neues Indiz deutet nicht darauf hin.

Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ist neuerdings Parteiobmann des Team HC Strache.
© GEORG HOCHMUTH

Wien – In der Debatte um den Wohnsitz von Heinz-Christian Strache ist ein neuerliches Indiz dafür aufgetaucht, dass Strache seine Wohnadresse in Klosterneuburg womöglich nicht nur für Wochenendausflüge nutzt. Ganz im Gegenteil: Er hat diese für eine Klage gegen den vom SPÖ-Klub betriebenen Blog kontrast.at verwendet, wie selbiger am Freitag berichtete.

Schon seit Tagen wird darüber diskutiert, wo der ehemalige FPÖ-Chef wirklich wohnhaft ist. Strache behauptet, im 3. Wiener Gemeindebezirk zu wohnen und in Klosterneuburg nur am Wochenende zwei Tage mit seiner Familie zu verbringen. Er muss in Wien wohnhaft sein, um bei der Wien-Wahl antreten zu können.

Die Kleinpartei "Wandel" hat das als erstes angezweifelt und eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht. Inzwischen hat auch Straches ehemalige Partei angegeben, dass Strache mit seiner Ehefrau seit Jahren in Klosterneuburg lebt. Selbst Straches Mutter hat im Zuge der Casinos-Ermittlungen ausgesagt, dass ihr Sohn "seit mindestens 19 Jahren" nicht an der als Hauptwohnsitz angegebenen Adresse in Wien-Landstraße wohnhaft ist.

Die Klage gegen kontrast.at bezieht sich auf einen Bericht über Straches Spesen-Affäre. Als Wohnadresse gibt er dabei nicht die Adresse seiner vermeintlichen Wiener Wohnung an, sondern eine Straße in Klosterneuburg. Datiert ist das Schreiben, das auf der Homepage von kontrast.at zu sehen ist mit 21. Juli 2020. (APA)

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