Ried nach 9:0-Kantersieg gegen FAC zurück in Bundesliga

Für Austria Klagenfurt war ein klarer 6:1-Heimsieg gegen Wacker Innsbruck am Ende zu wenig.

Mit einem Raketenstart gegen den FAC stellte Ried die Weichen Richtung Bundesliga – Coach Gerald Baumgartner bejubelte mit seinen Wikingern einen 9:0-Sieg und die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus.
© HELMUT FOHRINGER
Selten macht ein 6:1-Kantersieg derart unglücklich – die Klagenfurter Hütter und Greil haderten mit dem Parallelspiel.
© GERT EGGENBERGER

Klagenfurt, Ried – Die Ausgangsposition mit einem punktegleichen Spitzenduo, das nur durch ein einziges Tor Differenz getrennt war, ließ vor dem letzten Spieltag der 2. Liga auf Hochspannung schließen. Nach nur elf Minuten war die Luft im Titelkampf aber vor allem für Austria Klagenfurt im Match gegen den FC Wacker schon so gut wie raus: Denn der SV Ried spazierte im Parallelspiel nach einem Wießmeier-Doppelpack (4., 6.) und verwandelten Grüll-Elfmeter (11.) zu einer komfortablen 3:0-Führung gegen den FAC. Und zu diesem Zeitpunkt hätte Klagenfurt dann schön fünf Treffer gebraucht.

Unser Matchplan war ein frühes Tor zu schießen, wir sind dann relativ schnell 3:0 in Führung gegangen. Wir haben einen hohen Sieg gebraucht, die Jungs haben es großartig gemacht. (...) aber von dem hohen Sieg von Klagenfurt gegen Tirol waren wir schon sehr überrascht.
Gerald Baumgartner (Ried-Trainer)

Den ersten Warnschuss im Wörthersee-Stadion gab seitens des FC Wacker der agile Murat Satin ab, Klagenfurt-Goalie Pelko parierte wie ein Handball-Keeper per Fuß (10.). Bei einem Pecirep-Kopfball verschätzte sich zwar Wacker-Keeper David Stemmer, die Kugel verfehlte aber ebenso das Ziel (12.) wie bei einem satten Weitschuss des Austria-Angreifers wenig später (15.). Die junge schwarzgrüne Elf zeigte in der Fremde indes zum Saisonabschluss einmal mehr, mit wie viel System und Spielfreude die Kugel läuft.

"Es ist unglaublich, aber wenn man das Ergebnis von Klagenfurt sieht, sieht man, dass wir das gebraucht haben. (...) So etwas erlebt man nicht oft.
Julian Wießmeier (Ried-Dreifach-Torschütze)

Und zum Leidwesen der Kärntner legte Ried das 4:0 (Gschweidl/20.) drauf. Die Aufstiegs-Party bei den Wikingern nahm ihren Lauf – denn während ein Pecirep-Treffer (32.) wegen Abseits gegen den FCW zurecht nicht anerkannt wurde, traf Wießmeier in Ried zum 5:0 (32.). Das 1:0 (43.) durch den eingewechselten Florian Jaritz stellte für Klagenfurt zur Pause zumindest wieder die Punktegleichheit her.

Ich muss der Mannschaft zur ganzen Saison gratulieren, Hut ab. Ich möchte auch Ried gratulieren, aber was mir ziemlich aufstößt ist, dass immer wieder geredet wurde, wie viel wir zahlen.
Robert Micheu (Klagenfurt-Trainer)

Nachdem Wacker nach Wiederanpfiff durch Raffael Behounek eine Top-Ausgleichschance vergab, glückte Markoutz das 2:0 für die Klagenfurter. Die Kärntner stürmten in der Folge mit Mann und Maus, was den Schwarzgrünen den Weg zum Anschlusstreffer durch Atsushi Zaizen (1:2/60.) ebnete. Danach stürmte der „Post-Corona-Meister“ zwar auf 6:1 davon, Ried legte gegen einen inferioren FAC aber vier weitere Treffer zu einem historischen 9:0 Sieg nach und konnte zur Titelparty schreiten.

Dem FC Wacker blieb im letzten Match von Coach Thommy Grumser ein respektables Saisonende verwehrt. Oft so wie auch gestern wurde zwar schön, aber nicht effizient gespielt. (lex, t.w.)


Kommentieren


Schlagworte