Stärkere Nachfrage als erwartet: Easyjet will Flugangebot hochfahren

Der britische Billigflieger Easyjet wartet mit positiven Nachrichten auf, nachdem der Umsatz des Unternehmens in der Corona-Krise fast vollständig eingebrochen war. Im Sommer soll mehr geflogen werden als erwartet.

Easyjet-Flieger in Berlin.
© TOBIAS SCHWARZ

Luton – Nach tiefroten Zahlen in der Coronakrise fährt der britische Billigflieger Easyjet sein Flugangebot stärker hoch als bisher geplant. "Unsere Buchungen für den Rest des Sommers entwickeln sich besser als erwartet", sagte Unternehmenschef Johan Lundgren am Dienstag bei der Vorlage der Quartalszahlen in Luton bei London.

Im laufenden Geschäftsquartal bis Ende September werde Easyjet nun voraussichtlich 40 Prozent der ursprünglich geplanten Flüge anbieten. Bisher hatte das Management nur mit einer Kapazität von 30 Prozent geplant.

Umsatz von 1,76 Milliarden auf 7 Millionen Pfund eingebrochen

Der weitgehende Flugstopp im dritten Geschäftsquartal bis Ende Juni brockte dem Billigflieger allerdings tiefrote Zahlen ein. Weil der Easyjet-Verkehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 99,6 Prozent auf 709 Flüge einbrach, sackte der Umsatz im gleichen Maß von 1,76 Milliarden auf nur noch 7 Mio. britische Pfund (7,8 Mio. Euro) ab.

Vor Steuern und Sondereffekten verbuchte Easyjet daher einen Verlust von rund 325 Mio. Pfund, nachdem hier ein Jahr zuvor noch ein Gewinn von 174 Millionen gestanden hatte.

Auch für das wichtige Sommerquartal erwartet Lundgren rote Zahlen. Der Verlust dürfte allerdings geringer ausfallen als im abgelaufenen Quartal. Das Geschäftsjahr des Billigfliegers läuft Ende September aus. Doch auch so kurz vor Ende wollte das Management wegen der großen Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Coronavirus-Pandemie keine Finanzprognose abgeben. (APA, dpa)


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