„Operation Rasputin“: 15 Jahre Haft für Drogen- und Waffenhandel im Darknet

Ermittler aus Graz, Wien und Innsbruck haben den 44-jährigen Haupttäter ausgeforscht, am Montag wurde „Rasputin“ verurteilt. Bei Hausdurchsuchungen der Abnehmer fanden die Beamten unzählige Beweismittel.

Verschiedenste Drogen und Rohlinge zur Urkundenfälschung: Bei Hausdurchsuchungen wurden die Ermittler fündig.
© Polizei

Innsbruck/Graz/Wien – Die „Operation Rasputin“ hat am Montag in Graz ihr vorläufiges Ende gefunden. Wegen Drogen- und Waffenhandels im Darknet sowie Anstiftung zur Urkundenfälschung wurde der 44-jährige Haupttäter, genannt „Rasputin“, zu einer jahrelangen Haftstrafe verurteilt. An den Ermittlungen zu der österreichweit agierenden Tätergruppe hat seit Juni 2019 neben Ermittlern aus Graz und Wien auch die Tiroler Polizei mitgewirkt.

Mittlerweile wurden sieben Abnehmer im Alter zwischen 24 und 30 Jahren ausgeforscht. Sie haben über Paketdienste diverse Suchtmittel erhalten und diese entweder gewinnbringend weiterverkauft oder für andere Abnehmer abgelegt. Bei den Festnahmen und Hausdurchsuchungen stellten die Ermittler unter anderem Amphetamine, XTC-Tabletten (Ecstasy), Kokain und Heroin sicher. Außerdem fanden sie eine Langfeuerwaffe, eine Faustfeuerwaffe, Rohlinge zur Herstellung von Führerscheinen und Begutachtungsplaketten, eine Stanz- und Prägemaschine sowie eine Lochzange.

Geldfluss in Millionenhöhe

Den Beamten gelang es außerdem, den 44-jährigen Hauptverdächtigen zu identifizieren und am 4. Dezember 2019 in Tirol festzunehmen. Dem Tiroler konnte der Handel von Waffen und mehr als 100 Kilogramm Drogen aller Art über das Darknet nachgewiesen werden, auch Anstiftung zur Urkundenfälschung wird ihm vorgeworfen. Die Bezahlung der Drogen erfolgte großteils mittels Kryptowährung, berichtet die Polizei. Durch den illegalen Handel hat der 44-Jährige einen siebenstelligen Eurobetrag verdient, genauere Ermittlungen zum angehäuften Vermögen des Mannes laufen noch.

Am Montag wurde der Tiroler in Graz zur Höchststrafe von 15 Jahren verurteilt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Für seine Mittäter gab es unbedingte Freiheitsstrafen zwischen fünf und acht Jahren. Auch diese Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hat keine Erklärung abgegeben, „Rasputin" kündigte Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an. Die anderen Beschuldigten baten um drei Tage Bedenkzeit. (TT.com)


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