Ein kleiner Sturz mit großen Folgen: Saison-Aus für Motocrosser Lukas Neurauter

Nach einer Verletzung muss Motocrosser Lukas Neurauter die Saison beenden. Aber auch sonst ist 2020 ein schwieriges Jahr für den Sautener.

Seine Motocross-Maschine mit der charakteristischen Nummer 909 muss Lukas Neurauter für den Rest des Jahres wohl in der Garage lassen. Nach einem Sturz und dem damit verbundenen verletzungsbedingten Saisonende sind ab sofort Erholung und Rehabilitation angesagt.
© Osicka MX Team

Von Alois Moser

Sautens – Motocrosser sind hart im Nehmen. Stürzen, Aufrappeln und Weiterfahren gehört zum Sport daz­u. Auch mit Blessuren und Schmerzen lernt man mit der Zeit umzugehen – manchmal geht es aber einfach nicht mehr weiter. Frag nach bei Lukas Neurauter: Ein Sehnenabriss in der Schulter bedeutet für den Sautener das abrupte Ende einer gerade erst so richtig in die Gänge gekommenen Saison.

Beim ersten Lauf der tschechischen Meisterschaft in Jinin passierte es: „Es war eigentlich kein wilder Sturz, aber ich bin blöd auf die Schulter gefallen.“ Nachdem der 27-Jährige trotzdem noch Fünfter geworden war und sogar noch den zweiten Lauf gefahren war (10.), stellten sich auf der Heimfahrt „extreme Schmerzen“ ein. Am Montag ergab ein MRT in Hochrum dann die ernüchternde Diagnose: Sehnenabriss in der Schulter und Saisonende.

„Die Saison ist leider gelaufen, denn der Heilungsprozess dauert ziemlich lang“, musste der KTM-Testfahrer die Hiobsbotschaft erst einmal verdauen. Trotz „gutem Heilfleisch“ muss „Luggi“ sein Dienstgefährt für heue­r wohl in der Garage lassen: „Das ist ein zu großes Risiko.“

Neurauter weiß, wovon er spricht, bremsten ihn in der Vergangenheit doch schon andere schwere Verletzungen (u. a. Wadenbeinbruch, Beckenbruch) aus. Reha-Erfahrungen hat der Sautener also genug – nach der OP in Hochrum steht für den Rest des Jahres Therapie auf dem Programm: „Mein Fokus liegt bereits darauf, bis zum Frühjahr wieder fit zu werden.“

Zumal die ab sofort ohn­e Neurauter weiterlaufend­e Saison aufgrund von Corona ohne­hin eine schwierige und von unzähligen Absagen gekennzeichnete ist: „Viele Veranstaltungen sind nicht genehmigt worden.“

Für Neurauter also auch ohne Verletzung schon ein schwieriges Jahr – zumal er im Februar mit dem frühen Tod von Vater Bernhard einen weiteren schweren Schicksalsschlag hinnehmen hatte müssen: „Das war besonders hart für mich, weil er mich auf meinem Weg immer unterstützt und begleitet hat.“

Der verspätete Saisonbeginn hätte für den 27-Jährigen, der bis zur Verletzung nur drei Rennen absolvieren konnte, also eine ganz besondere Bedeutung gehabt: „Jetzt wäre es schön langsam wieder dahingegangen.“


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