Unfall mit sieben Toten in Luttach: Gutachten entlastet Lenker teilweise

Nachdem im Jänner in Luttach im Südtiroler Ahrntal sieben Deutsche nach einem Verkehrsunfall gestorben sind, hat nun ein Gutachten den Lenker teilweise entlastet.

Kerzen und Blumen am Unglücksort in Luttach.
© Mair Benedikt

Bozen, Luttach – Ein Gutachten legt nahe, dass an einem schrecklichen Unfall in Luttac­h in Südtirol, bei dem im Jänner sieben junge Menschen starben, nicht nur der Fahrer Schuld hat. Das berichteten gestern Südtiroler Medie­n.

Bestätigen sich die Ergebnisse der Untersuchungen, könne sich das strafmildernd für den Unfallverursacher auswirken, schreibt etwa die Tageszeitung Dolomiten. Das Gutachten geht davon aus, dass der junge Mann, der sich bis Mitte Juli im Hausarrest befand, mit 90 statt der erlaubten 50 km/h unterwegs war. „Zwar viel schneller als erlaubt, aber erst ab dem Doppelten der erlaubten Geschwindigkeit kann diese erschwerend vorgehalten werden“, heißt es im Bericht.

Außerdem ist es laut Gutachte­n denkbar, dass der Lenker wegen eines Lichtkegels einer Straßenlaterne die Fußgänger, die er dann erfasste, schlecht gesehen haben könnte. Zudem sei möglich, dass die Unfallopfer oder zumindest einige davon die Fahrbahn abseits eines eigentlich vorhandenen Zebrastreifens gequert haben. (TT)


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