Kuriose Szene am Badesee: Nackter Mann jagt Wildschwein

Am Berliner Teufelssee gingen neugierige Wildschweine auf Futtersuche und nahmen die Tasche eines Badegastes mit. Der bangte um den wertvollen Inhalt – was zu einer kuriosen Szene führte, die im Netz für Begeisterung sorgt.

Wie Gott ihn schuf nahm der Mann die Verfolgung auf.
© ADELE LANDAUER

Berlin – Ein laufendes Wildschwein mit einer gelben Plastiktasche im Maul, dahinter zwei Jungtiere und noch weiter hinten ein rennender, nackter Mann: Bilder, die derzeit im Netz für Erheiterung sorgen. Zu der komischen Szene war es am Berliner Teufelssee gekommen. Ein Wildschwein hatte einem Badegast eine Tasche geklaut und damit die wilde Verfolgungsjagd ausgelöst. Nach Angaben des Eigentümers hatte er darin seinen Laptop verstaut.

Das schreibt eine Facebook-Nutzerin, die die Bilder teilte und dafür nach eigenen Angaben die Erlaubnis des Nackt-Jägers eingeholt hatte. Er habe schallend gelacht, als sie ihm die Fotos gezeigt habe. Auch andere Badegäste verfolgten die Szene mit staunenden und lachenden Gesichtern, wie auf Facebook zu sehen ist.

Derk Ehlert von der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt sprach am Freitag von einer interessanten Begegnung, die es in der Hauptstadt in nicht ganz so kurioser Form aber immer wieder gebe. Da sich die beliebte Badestelle am Teufelssee mitten im Wald befinde, sei es nicht verwunderlich, dass sich Mensch und Tier dort begegnen. „Wenn Menschen Essen mit an den See bringen, können die Tiere das aus 1000 Meter Entfernung riechen.“

© ADELE LANDAUER

Das Wildschwein sei es vermutlich gewohnt, in Plastiktüten Nahrung zu finden. Da viele Leute abends Reste liegen ließen, kämen in der Dunkelheit auch Füchse, Waschbären, Marder und Dachse zur Nahrungssuche ans Ufer, sagte Ehlert. Und im Sommer sei eine solche Begegnung auch vor Einbruch der Dunkelheit nicht unwahrscheinlich: Die Tiere wüssten, dass es in den früheren Abendstunden mehr Futter abzugreifen gebe. Die Jungtiere (Frischlinge) seien vermutlich zum Lernen bei der Nahrungssuche dabei gewesen.

Die Begegnung sei für den nackten Mann nicht ganz ungefährlich gewesen. Denn ein bedrohtes Wildschwein wisse sich zu verteidigen, sagte Ehlert. „Vor allem wenn es denkt, dass ihm seine Nahrung weggenommen wird.“ Eine Bitte richtete der Sprecher der Senatsverwaltung für Umwelt an die Berliner: „Bitte lassen Sie Ihren Müll und Ihre Nahrungsmittel nicht am Wasser oder im Wald.“ (dpa, TT.com)


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