Ein Vorgeschmack auf die Zukunft: 5G im Praxistest

Die 5G-Netze der drei großen Mobilfunkanbieter befinden sich erst im Aufbau.Die Plattform futurzone.at hat das vorhandene 5G-Netz in Wien einem Praxistest unterzogen.

Ein Praxistest hat gezeigt, dass sich die Vorteile von 5G gegenüber 4G am Smartphone in Grenzen halten.
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Wien –Die Auktion weiterer Frequenzen für den neuen schnellen Mobilfunkstandard 5G beginnt in Kürze. Wie die Telekombehörde RTR und das zuständige Ministerium gegenüber der APA bekanntgaben, startet die Versteigerung Mitte August und soll bis spätestens Ende September abgeschlossen sein.

Die Meinungen zum neuen 5G-Mobilfunkstandard sind durchaus geteilt. Auch was er für die mobile Kommunikation bringt, ist noch nicht ganz klar. Um diese Frage vorab zu klären, hat die Internetplattform futurzone.at einen Praxistest gemacht. Das Ergebnis: Für Smartphone-Nutzer werden sich die Vorteile gegenüber 4G eher in Grenzen halten.

Heute seien Verbindungsgeschwindigkeiten zwischen 30 und 50 Megabit pro Sekunde üblich. Im derzeitigen 5G-Netz liege diese Rate bei 200 bis 500 Mbit/s, so die Plattform. Zum Vergleich: dauert der Download eines 1GB großen Videos derzeit rund drei Minuten, verringert sich das mit 5G auf 17 Sekunden.

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Generell habe der Praxistest gezeigt, dass sich die Vorteile von 5G gegenüber 4G am Smartphone in Grenzen halten. Vielmehr würden Industrie- und Business-Kunden von 5G profitieren und darauf neue Business-Modelle aufbauen können.

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Grundsätzlich sei aber davon auszugehen, dass sich die Vorteile für Smartphone-Nutzer erst dann so richtig zeigen, wenn das 5G-Netz ausgebaut ist und im Vollbetrieb gefahren wird. Noch ist es aber nicht so weit. Erst muss ein weiteres Vergabeverfahren über die Bühne gebracht werden. Der Termin für die Versteigerung wurde dabei von der RTR nicht genannt. Das Verfahren findet unter großer Geheimhaltung statt. Die Mobilfunkanbieter dürfen nicht einmal sagen, ob sie an der Auktion teilnehmen. (APA/TT.com)

5G-Auktion startet Mitte August

➤ Die Auktion weiterer Frequenzen für den neuen schnellen Mobilfunkstandard 5G beginnt in Kürze. Wie die Telekombehörde RTR und das zuständige Ministerium gegenüber der APA bekanntgaben, startet die Versteigerung Mitte August und soll bis spätestens Ende September abgeschlossen sein.

➤ Ein genaues Datum für den Start der Versteigerung wurde nicht genannt. Das Vergabeverfahren findet unter großer Geheimhaltung statt. Die Mobilfunkanbieter dürfen nicht einmal sagen, ob sie an der Auktion teilnehmen.

➤ Zur Vergabe gelangen insgesamt 27 Frequenzpakete aus den Frequenzbereichen 700 MHz (6 Blöcke), 2100 MHz (12 Blöcke) und 1500 MHz (9 Blöcke). Der Erwerb der 700 MHz-Frequenzpakete ist mit der Auflage verknüpft, 900 unterversorgte Katastralgemeinden flächendeckend mit 5G auszustatten.

Infos zur zweiten 5G-Auktion: https://www.rtr.at/de/tk/FRQ5G_2020


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