Der HC Innsbruck leitete mit Tansey das lange Legionärsprozedere ein

Mit Ex-Znojmo-Verteidiger Kevin Tansey (CAN/27) präsentieren die Haie den ersten neuen Legionär. Bis zum gemeinsamen Training wird’s aber noch dauern.

Kevin Tansey ist künftig für die Haie am Puck.
© GEPA pictures/ Mario Kneisl

Von Alex Gruber

Innsbruck – Teil zwei des Gipfels mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Sportminister Werner Kogler bezüglich der Frage, wie viele Zuschauer in der neuen Saison der Bet-at-home ICE Hockey League zugelassen werden können, ist für diese Woche anberaumt. Die Uhr tickt ja unweigerlich dem bestätigten Liga-Start am 25. September entgegen. Und da ist der Blick in die Ränge gleichbedeutend mit einem Blick aufs Budget. Je weniger Fans, desto schwieriger wird für die kleinen Clubs wie die Innsbrucker Haie die Lage.

Weil jammern aber noch keinem weitergeholfen hat und der Transferstopp ja aufgehoben wurde, ist es Zeit, den Fans endlich neue Namen zu servieren. Und so vermeldeten die Haie am Montag die Unterschrift von Kevin Tansey, der früher in den nordamerikanischen Ligen sein Geld verdient und in der vergangenen Saison für den pausierenden Ligakonkurrenten Znojmo (3 Tore/11 Assists) verteidigt hat. Der 27-jährige Kanadier soll mit Gardemaß (193 cm/über 100 kg) den Laden im Haifischbecken dichtmachen.

„Er wird eine große Bereicherung sein, an der blaue­n Linie, im Spiel nach vorn­e und natürlich im Körperspiel. Dass er die Liga nach seinem Jahr in Znojmo kennt, hilft uns extrem“, sagt Haie-Coach Mitch O’Keefe. Im Wissen, dass in dieser Saison(-vorbereitung) Geduld wirklich der lange Atem der Hoffnung ist, denn alle ankommenden Übersee-Legionäre müssen sich, sobald sie ein Visum erhalten (was zu Corona-Zeiten auch nicht gerade einfach ist), für zehn Tage in Innsbruck in Quarantäne begeben. „Hoffentlich geraten sie da nicht außer Form“, scherzt O’Keefe. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Dass die Haie jedem ankommenden Import ein Ergometer in die Wohnung stellen, scheitert wohl an einem Blick aufs Budget. Vielleicht leitet ja Kondi-Coach Florian Stern Cybertrainings via Video­konferenz an.

„Es wird eine Zeit dauern, bis alle da sind und ins reguläre Training einsteigen können“, weiß O’Keefe. Ab diesem Samstag will man dennoch in der Tiwag-Aren­a mit den einheimischen Cracks und Jan Lattner (mit tschechischer Staatsbürgerschaft hat man als Legionär Corona-Vorteile) aufs Eis.


Kommentieren


Schlagworte