Fünf gerissene Schafe in Spiss, Wolf im Kaiserwinkl kein Hundemischling

Aufgrund des Rissbildes besteht bei den gerissenen Schafen in Spiss ein konkreter Wolfsverdacht, berichtet das Land. Ein weiterer Vorfall wurde aus Pfunds gemeldet, hier läuft die Abklärung. Auch im Kaiserwinkl gibt es Neuigkeiten.

Symbolbild.
© APA / AFP

Spiss/Pfunds/Navis – Die Zahl der offenbar durch einen Wolf gerissenen Schafe in Tirol steigt weiter. In Spiss wurden am Wochenende fünf Schafe tot aufgefunden und amtstierärztlich begutachtet. Außerdem wurden Proben für eine genetische Untersuchung genommen. Aufgrund des Rissbildes ergebe sich ein konkreter Wolfsverdacht, hieß es am Montag seitens des Landes. Auf der betroffenen Alm wurde ein Elektrozaun aufgestellt.

Bereits Anfang August waren in Spiss drei Schafe mit für einen Wolfsriss charakteristischen Kehlbissen gefunden worden. Die Ergebnisse der DNA-Analyse liegen noch nicht vor.

Abklärung in Pfunds und Navis läuft

Außerdem berichtet das Land über einen weiteren Vorfall in Pfunds: Hier laufe derzeit die Abklärung durch den Amtstierarzt. Ende Juli waren in Pfunds ebenfalls schon tote Schafe gefunden worden. Auch in diesem Fall liegen die Ergebnisse der genetischen Untersuchung noch nicht vor.

Klarheit gibt es unterdessen über das Schicksal eines toten Lammes und eines toten Widders in Navis. Sie weisen „kein einem Verursacher eindeutig zuordenbares Rissbild" auf, heißt es. Zur weiteren Abklärung wurden Tupferproben für eine DNA-Analyse genommen.

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Wolf im Kaiserwinkl ist „reinrassig“

Und auch in einem weiteren Fall wartet das Land mit Neuigkeiten auf: Zahlreiche in den vergangenen Wochen im Kaiserwinkl, im Grenzgebiet zu Bayern, gerissene Schafe sind nicht einem so genannten Hybriden, einer Kreuzung aus Wolf und Hund, zum Opfer gefallen. Dieser Verdacht habe sich nicht bestätigt. „Vertiefende genetische Analysen sowohl der österreichischen und als auch der deutschen Behörden haben keinerlei Hinweise auf eine Hybridisierung erbracht", so Martin Janovsky, Experte des Landes für große Beutegreifer. Vereinfacht ausgedrückt bedeute das, dass der für die Risse verantwortliche Wolf ein „reinrassiger" Wolf und kein Hundemischling gewesen sei. (APA/TT.com)


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