„Unbegreifliches 8:2" gegen FC Barcelona: Jetzt will Bayern ganz oben stehen

Nach der Fußball-Sternstunde gegen Lionel Messis Barça wollen sich die Bayern beim Finalturnier in Lissabon von nichts mehr stoppen lassen. Mit „brutalem Fokus“ soll der Champions-League-Titel her.

Der eingeweichselte Philippe Coutinho traf gegen seinen Ex-Verein und auch künftigen Arbeitgeber Barcelona gleich zweimal für die Bayern.
© MANU FERNANDEZ

Lissabon – Bei der Rückkehr ins Mannschaftsquartier „Penha Longo Resort“ außerhalb von Lissabon wurden die über sich selbst staunenden Bayern-Profis nach ihrer Fußball-Sternstunde mit Beifall empfangen. Im Estádio da Luz gab es wegen der Corona-Pandemie ja keine Fans, die das historische 8:2 (4:1) der Münchner gegen den gedemütigten FC Barcelona am Freitagabend hätten bejubeln können.

Nach diesem atemberaubenden Einstieg ins Finalturnier der Champions League war es keine Überraschung, dass Trainer Hansi Flick nun offensiv den Titelgewinn als Zielsetzung formulierte. „Jetzt geht es darum, das sacken zu lassen und uns dann auf das nächste Spiel so vorzubereiten, um das, was wir wollen, auch zu schaffen: Ganz oben zu stehen“, verkündete der 55-Jährige nach dem Viertelfinalerfolg.

„Das ist ein hartes Stück Arbeit“, mahnte Flick aber auch mit dem Blick auf die letzten zwei Triple-Schritte im Halbfinale gegen Manchester City oder Olympique Lyon und in einem in Reichweite gerückten deutschen Endspiel gegen RB Leipzig. Die Sachsen treffen im ersten Halbfinale auf das Starensemble von Paris Saint-Germain.

„Es war ein Genuss, den Jungs beim Spielen zuzuschauen“

Die Demontage und Demütigung von Barça mit einem frustriert vom Platz schlurfenden Weltstar Lionel Messi stimmte die galaktischen Gewinner „sehr euphorisch“, wie DFB-Nationalspieler Leon Goretzka sagte. Acht Tore gegen die Katalanen, das nannten selbst die Torschützen Thomas Müller (2) und Joshua Kimmich „unbegreiflich“. Ivan Perisic, Serge Gnabry, Robert Lewandowski und der eingewechselte Barça-Leihspieler Philippe Coutinho (2) komplettierten den Eintrag in die Geschichtsbücher. „Es war ein Genuss, den Jungs beim Spielen zuzuschauen“, schwärmte Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Auf der Tribüne jubelten die Bosse.

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„Wir haben wirklich mit einem brutalen Fokus gespielt“, erklärte Kimmich. Es gab kein Bayern-Erbarmen mit Barcelona. „Wir haben immer weitergemacht“, sagte Torhüter Manuel Neuer zur Mentalität dieses Bayern-Teams. Die zwei Gegentore störten da nicht groß. „Nach so einem Spiel kann man das Positive herausheben“, sagte Flick. Er blickte schon voraus auf das Wochenende: „Es geht nun darum, Kräfte zu sammeln für das Halbfinale.“ Das steht am kommenden Mittwoch an.

Bei Barcelona dürfte das „historische Begräbnis“, wie spanische Medien schrieben, Konsequenzen haben. Trainer Quique Sétien ahnt, dass seine Zeit nach nur sechs Monaten im Amt schon wieder enden könnte. „Natürlich minimieren sich die Chancen für mich“, sagte der 61-Jährige, der seufzte: „Wir haben uns überrollt gesehen von einer sehr guten Mannschaft.“ Dem kommenden Champions-League-Sieger und dann Triple-Gewinner 2020? (dpa)


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