RB Leipzig plant Final-Coup gegen PSG: „Wir haben Bock drauf!“

Ein Schritt noch bis zum Finale. Doch der hat es in sich. RB Leipzig fordert im Estadio da Luz das Starensemble von Paris Saint-Germain. Trainer Julian Nagelsmann will im Taktik-Duell seinen Kollegen Thomas Tuchel ausstechen. Der kann wieder auf einen Weltmeister bauen.

Im Matchplan von Trainer Julian Nagelsmann nimmt Marcel Sabitzer heute wieder eine führende Rolle ein.
© MIGUEL A. LOPES

Lissabon – RB Leipzig und Frankreichs Top-Club Paris Saint-Germain ermitteln heute Abend (21 Uhr/live Sky und DAZN) in Lissabon den ersten Finalisten der Champions League. „Das ist ein einmaliges Erlebnis für uns. Wir haben Bock drauf“, betonte Leipzigs Mittelfeldmotor Marcel Sabitzer, der so wie sein ÖFB-Teamkollege Konrad Laimer für die Startelf gesetzt sein sollte.

Der 26-jährige Steirer weiß, dass für den Finaleinzug die nächste Top-Leistung nach dem 2:1-Viertelfinalerfolg gegen Atletico Madrid notwendig sein wird. „Wenn wir einen richtig guten Tag erwischen wie gegen Atletico, mit ein bisschen Glück, dann können wir das Spiel gewinnen“, glaubt Sabitzer, für den aber „PSG natürlich Favorit ist“. Für RB-Tormann Pete­r Gulacs­i, der wie Sabitzer und Laimer von Österreichs Serien­meister Red Bull Salzburg nach Leipzig gewechselt war, sind die Pariser „mit dem Ball eine der besten Mannschaften Europas. Wir müssen sehr vorsichtig sein“, mahnte der 30-jährige Ungar.

Vor allem weil PSG-Coach Thomas Tuchel wieder mit Superstar Kylian Mbappe in der Startformation planen kann. „Ja, klar. Er könnte anfangen. Ob er 90 Minuten spielen kann, werden wir sehen“, sagte der deutsche Trainer von Paris Saint-Germain bei einer Video-Pressekonferenz. Weltmeister Mbappe war im Viertelfinale gegen Atalanta Bergamo (2:1) nach seiner Knöchelverletzung aus dem Pokalfinale Ende Juli nach einer Stunde eingewechselt worden. „Das Tempo von Mbappe ist einfach nicht aufzuhalten. Physisch sowieso nicht, taktisch irgendwann auch nicht mehr“, sprach auch aus Bullen-Trainer Julian Nagelsmann großer Respekt vor dem so blitzschnellen Weltmeister von 2018. Und über die individuellen Qualitäten seines Teamkollegen Neymar muss man sowieso nicht viele Worte verlieren. Seinem (launischen) Superstar strich Tuchel gestern freilich verbal über die Seele: „Seit meiner Ankunft war er immer ein Anführer. Ein anderer Anführer, nicht wie ihn jeder versteht, sondern mit seinen Qualitäten, seinem Selbstvertrauen und seinem Mut.“

Die nackten Zahlen sprechen ebenfalls für das Star­ensemble aus Paris: Schließlich hat man in dieser 
Königsklassen-Saison genau ein Spiel verloren, das allerdings beim Achtelfinal-1:2 in Dortmund gegen ein deutsches Team. (t.w., dpa)

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