Seniorenvertreter fordern höhere Anhebung der Pensionen

Laut Gesetz würden die Pensionen im kommenden Jahr um 1,5 Prozent angehoben. Seniorenvertreter fordern jedoch eine stärkere Anhebung, Verhandlungen darüber starten im September.

(Symbolfoto)
© ROLAND SCHLAGER

Wien – Nach dem Gesetz würden die Pensionen für das nächste Jahr voraussichtlich um 1,5 Prozent angehoben werden. Das ist der durchschnittliche Inflationswert von August 2019 bis Juli 2020, den die Statistik Austria am Mittwoch veröffentlicht hat. Am Ende wird es aber zumindest für kleine Pensionen mehr geben, denn die Regierung hat den Seniorenvertretern bereits entsprechende Verhandlungen zugesagt.

Ingrid Korosec, Vorsitzende des ÖVP-Seniorenbunds, meinte, dass alle Pensionisten eine Inflationsabgeltung bekommen sollten. Für Pensionen bis zur Steuergrenze von 1.111 Euro – dabei gehe es um die Hälfte der 2,4 Millionen Pensionisten – sollte das Plus noch höher ausfallen, fordert sie. "Das ist wirklich notwendig", denn die 1,5 Prozent würden nicht reichen, um die täglichen Einkäufe abzudecken. Eine kräftigere Erhöhung wäre auch "ein kräftiger Hebel für die heimische Wirtschaft", betonte Korosec.

📽️ Video | Pensionen werden um 1,5 Prozent höher:

Der SPÖ-Pensionistenverband pochte in einer Aussendung ebenfalls auf eine höhere Anpassung für kleine Pensionen. Mit den 1,5 Prozent würde die Mindestpension ("Ausgleichszulage" von derzeit 966,65 Euro brutto) auf 981,15 Euro steigen, Pensionistenverbands-Präsident Peter Kostelka fordert eine Anhebung auf 1.000 Euro. Wenn man bedenke, dass seit März die Preise des täglichen Einkaufs um durchschnittlich 3 Prozent gestiegen seien, würde eine Anpassung um nur 1,5 Prozent einen spürbaren Kaufkraftverlust vor allem der Bezieher kleinerer Pensionen bedeuten, argumentiert Kostelka. "Ein Kaufkraftverlust des Masseneinkommens der Pensionisten wäre in diesen schwierigen Zeiten weiteres Gift für die Wirtschaft." Kostelka spricht sich auch für eine Neubewertung der Anpassungsformel aus.

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Sowohl Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) als auch Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) haben bereits zugesagt, die kleineren Pensionen über der Inflationsrate anheben zu wollen. Verhandlungen darüber sollen im September starten. Dafür hat Kostelka bereits eine Zusage von Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne). (APA)


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