Hochwasser-Warnung: Umhausen muss die Ache frei bekommen

Der Leiersbach murte am 11. August in die Ötztaler Ache und verengte deren Bachbett erheblich.
© Gemeinde Umhausen

Umhausen – Die provisorische Verbauung hatte am 11. August den Umhauser Ortsteil Leiersbach beim Murenabgang des gleichnamigen Baches zum Glück beschützt. „Gott sei Dank“, ist Bürgermeister Jakob Wolf erleichtert. Dennoch hält er fest, dass dieses Ereignis letztlich gut eine Million Euro kosten wird. Wovon allein die Gemeinde rund 350.000 Euro tragen müsse. Am vordringlichsten ist dabei die Räumung des Bettes der Ötztaler Ache – vor allem in Hinblick auf die für das Wochenende angekündigten starken Regenfälle, bei denen wieder mit Hochwasser zu rechnen sei.

„Die Ache muss geräumt werden“, sagt Wolf, „gut zwei Drittel des Bachbettes waren unserer Einschätzung nach verlegt.“ Die Firma Gebrüder Scheiber war in den vergangenen Tagen bereits mit zwölf Lkw im Dauereinsatz, um die Ache, die mittlerweile selbst einiges an Geschiebe abtransportiert hatte, freizubekommen. Allein diese Räumung wird mit Kosten von bis zu 500.000 Euro beziffert.

Für den Ortsteil Leiersbach selbst müssen provisorische Schutzmaßnahmen getroffen werden, die bis zu 100.000 Euro verschlingen. „Für nächstes Jahr plant die Wildbachverbauung ein Schutzprojekt, das zwischen 300.000 und 450.000 Euro kosten wird“, sagt der Bürgermeister.

Des Weiteren wurde beim Murenabgang des Leiersbaches die Wasserleitung des Weilers beschädigt. Auch diese notwendige Maßnahme wird sich noch einmal mit gut 40.000 Euro zu Buche schlagen, vermutet Wolf. (pascal)

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