Leistbares Wohnen: Baulandmobilisierung ist vorerst kein Thema in Tirol

Sozialpartner wollen vermehrt Waldflächen für den Wohnbau roden und aktivieren. Palfrader vermisst Vorschläge für Baulandmobilisierung.

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Florian Zechel • 31.08.2020 20:57
Wie verlogen das Thema leistbares Wohnen von noch immer mitmischenden Politikern angegangen wird, zeigt auch folgendes Beispiel: als die ehemalige Frau BMin vehement, ja gerade verbissen für neuerliche olympische Winterspiele war, wurde natürlich das olympische Dorf angesprochen. Was tat sie? Eine verstaubte Studie, eine alte Idee wurde schnell ausgegraben, nämlich den Güterbahnhof, also die östlichen Gleise des Hauptbahnhofs als olympisches Dorf zu verbauen. Das dumme ist nur, erst nach der gescheiterten Volksbefragung meldeten sich Vertreter der ÖBB zu Wort, dass mit ihnen wegen des Themas noch nie jemand Kontakt aufgenommen hat und die Gründe auch gar nicht zur Disposition stünden, zumal der südliche Brennerzulauf erst in Bau ist.
Wolfgang Meister • 31.08.2020 19:08
Gurgiser@ bitte folgendes besser immer ganz oben posten, sollte ja jeder lesen. LG ""Wann gelingt es endlich, das SPEKULANTENTUM zu beenden und wer hat den MUT, von Eduard Wallnöfer für "billiges Wohnen" gewidmetes Bauland endlich auf den Markt zu bringen? Denn die, die das EIGENTUM schützen und verteidigen, verteidigen in Wahrheit SPEKULANTENTUM, weil dieses Bauland in ganz Tirol seit 30, 40 Jahren nicht bebaut wird. Weil Grund und Boden in Tirol keine "nachwachsende Ressource" ist, wird diese Problematik aufzugreifen sein, auch wenn damit tief eingegriffen werden muss.""
Wolfgang Meister • 31.08.2020 19:19
Die Haltung der neoliberalen ÖVP war für jeden klar. Aber wenn nun das neureiche "linke Establishment" sich dadurch überhaupt nicht aus Ruhe bringen lässt, dann muss man sich wirklich Sorgen machen.
Wolfgang Meister • 31.08.2020 15:06
Ilse Kirchner@ Mag schon stimmen, gehört auch evaluiert. Aber, würde das Problem auch nicht lösen, da einfach zu wenige Wohnungen davon betroffen sind. Die Neoliberalen hören so etwas gerne, da es von dem ursprünglichen Problem ablenkt. Das Problem liegt darin, das es nichts gegen den Ausverkauf, Spekulationen, Wuchermieten, Leerstände, AIRBNB, Baulandmobilisierung, etc. unternommen wird und das ist zu 100% Privatsache, also muss auch dort der Hebel angesetzt werden, alles andere wird keine Entlastung bringen, da es einfach fast nicht ins Gewicht fällt. Ist leider die Realität!
Stefan Lughofer • 31.08.2020 11:39
Wobei man auch mal hinterfragen sollte, warum stadtnahe Grundstücke für Sportplätze (Tivoli, Football-Stadion, geplantes Trainingszentrum usw. vergeudet werden. Diese könnten auch in Gewerbegebieten entstehen. Das selbe gilt für das MCI und Behörden (z.B.Bundespolizeidirektion).In stadtnahen, ruhigen und grünen Stadtgebieten wird alles gebaut außer Wohnungen.
Ilse Kirchner • 31.08.2020 12:27
Da stimme ich Ihnen zu.In Tirol und speziell in unserer "Weltstadt" und den, hinter den Ohren, Grünen, läuft vieles verkehrt. Und der sogen. Sozialwohnbau gehört auch ständig evaluiert. Mehrkindfamilien finden kaum Platz und Alleinstehende, deren Kinder ausgezogen sind, leben in grossen Wohnungen?!
Fritz Gurgiser • 31.08.2020 17:24
Sehr geehrter Herr Lughofer, das Tivoli musste deshalb vom ursprünglichen Ort "weichen" (offizielle nicht mehr "sanierbar"), weil dort das "Wohnen am Tivoli" etc. errichtet wurde. Das Stadion deshalb "übersiedelt", weil "Wohnen an der Autobahn" nicht gerade das "Gelbe vom Ei" gewesen wäre - möchten Sie dort mit Kindern "ruhig" wohnen? Die entscheidende Frage ist und bleibt eine ganz andere: Wann gelingt es endlich, das SPEKULANTENTUM zu beenden und wer hat den MUT, von Eduard Wallnöfer für "billiges Wohnen" gewidmetes Bauland endlich auf den Markt zu bringen? Denn die, die das EIGENTUM schützen und verteidigen, verteidigen in Wahrheit SPEKULANTENTUM, weil dieses Bauland in ganz Tirol seit 30, 40 Jahren nicht bebaut wird. Weil Grund und Boden in Tirol keine "nachwachsende Ressource" ist, wird diese Problematik aufzugreifen sein, auch wenn damit tief eingegriffen werden muss. Wer von Jungfamilien mit Kollektivlöhnen sollte sich denn sonst noch eigenständig (ohne Eltern und Großeltern oder Lotto) ein "Dach über dem Kopf" schaffen? Außer, es wird "lebenslanges Verschulden" unterschrieben und gleichzeitig die Garantie abgegeben, nie arbeitslos zu werden, nie krank zu werden, nie geschieden zu werden, sondern 40, 45 Jahre voll durchzuarbeiten. Ich weiß, das klingt jetzt sehr hart. Aber das habe ich bereits in der Landtagsperiode 2008-2013 gesagt; unter vier Augen als richtig bestätigt, im Landtag alle Vorschläge, die wir zum Thema WOHNEN gemacht haben, abgelehnt. Auch egal, ist Vergangenheit. Aber jeder Tag, der vergeht, bringt nur eines: Die Spekulantenflächen werden immer teurer und der eigenen Bevölkerung und Jugend entzogen. Fritz Gurgiser
Stefan Lughofer • 31.08.2020 18:26
Wie sie vielleicht schon mal gesehen haben liegt dem Tivoli gegenüber eine Wohnanlage der TIGEWOSI(1999 Fertig gebaut). Wohnen an der AIM ohne Lärmschutzfenster und inklusive Feinstaub und Abgase. 60.000 Fahrzeue auf der 200 Meter entfernten A12(ohne Einhausung), über 40.000 Fahrzeuge am 200 m entfernten Südring, weit über 25.000 Fahrzeuge auf der Resslstrasse (über 45 Millionen Fahrzeuge pro Jahr innerhalb von 200 Metern Luftlinie!!!!) . Dazu noch einige tausend im Bereich Kaufmannstrasse, Wetterherrenweg und Wiesengasse(trotz Fahrverbot) . Weiters Veranstaltungslärm, Parkplatzsuchverkehr (vorwiegend IL) und Flutlicht. Dass ist Wohnen in Innsbruck. Aber Hauptsache im MCI ist es Nachts ruhig. Ich habe leider keine 400.000,- bis 600.000,- €(+Nebenkosten) für eine 3 Zimmerwohnung und bin leider auch nicht in unkündbarer Stellung.
Fritz Gurgiser • 01.09.2020 20:00
Ja, habe ich nicht nur "gesehen", sondern mich damals vehement FÜR diese Bewohner eingesetzt, gegen sämtliche Widerstände der Befürworter. Aber eines habe ich auch gelernt: Der größte Teil solcher Entscheidungen wird von Pollitikern "durchgeboxt", die NICHT an hochbelasteten Straßen, sondern in geschützten Bereichen wohnen. Und dazu noch, dass die Tiroler Gesetzgebung nicht mehr imstande ist, die echten Herausforderungen zu bewältigen, sondern nur dazu, Sachen zu "ermöglichen", die in anderen Bundesländern nicht möglich wären. Nachdem aber eine schweigende Mehrheit zuschaut und auch keine Solidarität zeigt, geht das alles auf. Der Tischlermeister, dem ich damals sehr geholfen habe, ist an der Sache zerbrochen und niemanden hat es interessiert. Weil er nicht verstehen und akzeptieren wollte, dass all das, was für ihn ein Leben lang gegolten hat, in der Politik genau umgekehrt gilt. LG Fritz Gurgiser
Wolfgang Meister • 31.08.2020 10:54
""Die Tiroler Sozialpartner fordern, dass Waldflächen für den Wohnbau genutzt werden. Ist das sinnvoll? Warum nicht? Schließlich wächst jährlich ohnehin mehr Wald in Tirol nach. 6.47% Zuerst sollte einmal der Baulandüberhang von 3000 Hektar reduziert werden. 23.50% Für leistbares Wohnen braucht es ein Bündel an Maßnahmen, auch das Eindämmen der Spekulation mit Immobilien. 70.03%""
Wolfgang Meister • 31.08.2020 10:55
Also als erstes muss laut der Bevölkerung die Spekulation ein Ende haben.
Wolfgang Meister • 31.08.2020 11:04
Also braucht es auf kurz oder lang auch einen Eingriff in das Eigentum, vor allem in Zeiten des extremen Bodenverbrauchs, immer größerer sozialer Ungleichheit, etc. Nochmals, mit ein paar "Sozialwohnungen" werden wir das Problem nicht lösen können, dafür ist dieses Problem einfach zu groß geworden. Mittlerweile sind ja ein wirklich großer Teil der Bevölkerung davon betroffen und nicht "nur eine kleine Randgruppe".

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