Australische Nachrichtensprecherin in Peking festgenommen

Die zweifache Mutter wurde bereits vor zwei Wochen in Gewahrsam genommen. Der Grund ihrer Festnahme war zunächst nicht bekannt.

Die australische Außenministerin Marise Payne bestätigte am Montag die Verhaftung der australischen Nachrichtensprecherin in China.
© Thomas Peter/AFP

Canberra/Peking – Inmitten wachsender Spannungen zwischen Australien und China haben die Behörden in Peking eine australische Nachrichtensprecherin festgenommen. Cheng Lei, die für einen englischsprachigen Staatssender in China arbeitet, sei bereits vor zwei Wochen in Gewahrsam genommen worden, sagte die australische Außenministerin Marise Payne in einer Stellungnahme am Montagabend (Ortszeit).

Man sei am 14. August über die Sache informiert worden. Vertreter Australiens hätten am 27. August per Video-Link einen Konsularbesuch bei Cheng gemacht und würden der Journalistin und ihrer Familie weiterhin beistehen.

Die zweifache Mutter sei weder offiziell angeklagt noch verhaftet worden, befinde sich aber unter Beobachtung in einer Einrichtung, berichtete der australische Sender ABC. Demnach kann Cheng bis zu sechs Monaten ohne Zugang zu rechtlichem Beistand festgehalten werden. Ihre beiden Kinder befänden sich bei ihrer Familie in Melbourne. Der Grund ihrer Festnahme war zunächst nicht bekannt.

Profil von Website entfernt

Cheng arbeitet seit acht Jahren für den staatlichen Sender CGTN, wo sie hauptsächlich Wirtschaftsnachrichten präsentiert. Ihr persönliches Profil wurde von der Website des Senders entfernt.

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Die Beziehungen zwischen Australien und seinem wichtigsten Wirtschaftspartner China sind derzeit angespannt – vor allem, seitdem die Regierung in Canberra eine unabhängige internationale Untersuchung zum Ursprung des Coronavirus in China gefordert hatte. Peking wirft Australien seinerseits Spionage vor und hat chinesische Studenten und Touristen vor Reisen in das Land gewarnt. (APA/dpa)


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