Sängerin Adele steht wegen afrikanischer Frisur in der Kritik

Nachdem die Sängerin ein Foto von sich mit „Bantu Knots" postete, werfen ihr etliche Nutzer in ihren Kommentaren vor, sich mit der Frisur Elementen einer Kultur zu bedienen, auf die sie als weiße Frau keinen Anspruch habe.

London – Die britische Sängerin Adele hat mit einem Kostüm-Foto auf Instagram eine Welle von Kritik ausgelöst. Das Foto zeigt die in Los Angeles lebende 32-Jährige mit einer aus der afrikanischen Kultur stammenden Frisur („Bantu Knots“) und einem Bikini-Oberteil mit der jamaikanischen Flagge. Adele postete das Foto am Sonntag in Gedenken an den jährlich stattfindenden Londoner Notting-Hill-Karneval, der wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr weitgehend ausfallen musste.

Etliche Nutzer warfen der Sängerin („Hello“, „Rolling in the Deep“) in ihren Kommentaren vor, sich mit der Frisur Elementen einer Kultur zu bedienen, auf die sie als weiße Frau keinen Anspruch habe. Mehrere britische Medien berichteten am Dienstag über die Vorwürfe. Allerdings bekam Adele für ihr Foto auch prominenten Zuspruch – unter anderem von Supermodel Naomi Campbell und dem schwarzen Labour-Abgeordneten David Lammy, in dessen Wahlkreis der Notting-Hill-Karneval stattfindet.

Der Karneval wurde 1959 von Einwanderern aus der Karibik ins Leben gerufen. Die Organisatoren bezeichnen ihn als das „größte Fest der Kultur, Vielfalt und Inklusion“ in Großbritannien. Afrikanische und karibische Kulturen spielen dabei eine große Rolle. In diesem Jahr fanden wegen der Corona-Krise nur einige Online-Events statt. (dpa)


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