Bilanz positiv, aber ÖFB-Team seit 41 Jahren ohne Sieg gegen Norwegen

Die bisher letzten Siege gegen Norwegen gelangen den Österreichern 1978 und 1979 unter Teamchef Karl Stotz in der Qualifikation für die EM 1980 in Italien.

( v.l.)Martin Hinteregger, Stefan Ilsanker und Stefan Lainer während dem Training des ÖFB Nationalteams in Klagenfurt.
© APA

Oslo/Wien – Das österreichische Fußball-Nationalteam hat seit 41 Jahren nicht gegen Norwegen gewonnen. Die ÖFB-Auswahl hält vor dem Nations-League-Duell am Freitag (20.45 Uhr/live ORF 1) in Oslo gegen die Skandinavier mit sieben Siegen in zehn Spielen zwar eine klar positive Bilanz. In den jüngsten drei Begegnungen gab es aber zwei Niederlagen und ein Remis.

Die bisher letzten Siege gegen Norwegen gelangen den Österreichern 1978 und 1979 unter Teamchef Karl Stotz in der Qualifikation für die EM 1980 in Italien. Das jüngste Aufeinandertreffen erfolgte im Jahr 2002. Bei der 0:1-Testspielniederlage des ÖFB-Teams im Wiener Hanappi-Stadion absolvierte Rekordnationalspieler Andreas Herzog sein 100. von insgesamt 103. Länderspielen.

Für Peter Schöttel war es ein Jahr nach seinem offiziellen Karriereende das Abschiedsspiel. Der nunmehrige ÖFB-Sportdirektor wurde in der vierten Minute ausgewechselt. "Das war für mich wichtig, weil ich dadurch gleich viele Länderspiele wie Toni Pfeffer hatte", scherzte Schöttel 18 Jahre danach über seinen langjährigen Abwehrkollegen im Nationalteam.

Österreichs Länderspiele gegen Norwegen:

Bilanz: 10 Spiele - 7 Siege, 1 Remis, 2 Niederlagen (Torverhältnis 21:8)

  • 1. Juli 1912 (Olympia), in Stockholm: Norwegen - Österreich 0:1
  • 30. Mai 1954 (FS), in Wien: Österreich - Norwegen 5:0
  • 20. Mai 1959 (EM-Q), in Oslo: Norwegen - Österreich 0:1
  • 23. September 1959 (EM-Q), in Wien: Österreich - Norwegen 5:2
  • 22. Juni 1960 (FS), in Oslo: Norwegen - Österreich 1:2
  • 30. August 1978 (EM-Q), in Oslo: Norwegen - Österreich 0:2
  • 29. August 1979 (EM-Q), in Wien: Österreich - Norwegen 4:0
  • 31. Mai 1989 (FS), in Oslo: Norwegen - Österreich 4:1
  • 17. April 1991 (FS), in Wien: Österreich - Norwegen 0:0
  • 20. November 2002 (FS), in Wien: Österreich - Norwegen 0:1

Neulinge Baumgartner und Grbic mit Chancen auf Debüt

Christoph Baumgartner jubelt nach einem Treffer für Hoffenheim in Bremen.
© Imago

Christoph Baumgartner und Adrian Grbic dürfen sich berechtigte Hoffnungen machen, am Freitag ihr Debüt im österreichischen Fußball-Nationalteam zu geben. Die Offensivakteure stehen erstmals im Aufgebot von Teamchef Franco Foda. Baumgartner ist in der Vorsaison bei 1899 Hoffenheim der Durchbruch gelungen, Grbic schoss sich in die französische Ligue 1 zu Lorient.

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Beide wollen im ÖFB-Team nachhaltige Spuren hinterlassen. Baumgartner war bereits in der U21 Schlüsselspieler, viele Kollegen kennt er aus der deutschen Bundesliga. "Es ist ein Vorteil. Sie wissen, was meine Stärken sind", meinte der 21-Jährige. Nämlich die Kreativität.

Ich bin ein Offensivspieler, der gerne mal etwas probiert und vielleicht auch etwas Riskantes macht.
Christoph Baumgartner

Baumgartners Spiel lebt von seinem Selbstvertrauen. Sieben Ligatore erzielte der offensive Mittelfeldspieler für Hoffenheim, auch zwei Siege gegen Dortmund waren dabei.

Team-Neuling Adrian Grbic.
© GEPA pictures/ Panoramic

Auch Grbic hatte vor Jahren im Nachwuchs bei VfB Stuttgart mitunter auf der Seite agiert, seine wahren Qualitäten aber liegen im Sturmzentrum. Seine größte Waffe sei der Abschluss, meinte der 24-Jährige. "Ich traue mir zu sagen, dass ich weiß, wo das Tor steht." 17 Tore erzielte er in der wegen Corona verkürzten Saison in 26 Ligaspielen für den französischen Zweitligisten Clermont Foot. Als Belohnung gab es einen 10-Millionen-Euro-Transfer ins Oberhaus.

Im Nationalteam will er sich möglichst schnell einleben. "Ich versuche herzuzeigen, dass ich eine Option vorne bin.

Der französische Fußball ist zweikampfbetont, aber auch technisch, das taugt mir.
Adrian Grbic

Von der hohen Ablösesumme will sich Grbic nicht unter Druck setzen lassen. Nach zwei Jahren in Altach (2017-2019) sind dem Wiener vor allem Einsätze wichtig. "Ohne Spielpraxis nutzt dir auch kein großer Verein etwas." Der Wechsel nach Frankreich habe sich ausgezahlt.

Mit Serienmeister Paris Saint-Germain und Olympique Lyon stellte Frankreich zwei Teams im Champions-League-Halbfinale. "Die französische Liga ist eine Topliga, um sich weiterzuentwickeln", meinte der 1,88-Meter-Mann. (APA, TT.com)


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