Corona-Ampel seit heute in Betrieb: Tirol hat bereits gelb geblinkt

Trotz Überschreitens des Schwellwerts blieb Tirol und auch die Stadt Innsbruck auf der Corona-Ampel grün. Nur der Bezirk Kufstein sowie die Städte Wien, Linz und Graz wurden schlussendlich auf Gelb geschaltet.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei der Pressekonferenz zum Start der Corona-Ampel am Freitag.
© HANS PUNZ

Wien, Innsbruck – Grün-gelb-orange-rot: Das sind die vier Farben, anhand derer die Corona-Kommission des Gesundheitsministeriums ab sofort einmal wöchentlich die Lage der Epidemie darstellen. will. Der Bezirk Kufstein leuchtet gelb („mittleres Risiko"), der Rest des Bundeslandes ist grün. Tirol und vor allem die Landeshauptstadt Innsbruck haben aber gelb geblinkt, wie aus den Empfehlungen der Kommission hervorgeht, die das Innenministerium auf seiner Homepage veröffentlicht hat.

Ein Richtwert für die Einstufung eines Bundeslandes, eines Bezirks oder einer Gemeinde ist die sogenannte „7-Tagesinzidenz". Sie gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern es in der Vorwoche gab. Österreichweit liegt dieser Wert bei nunmehr 20. Für das ganze Land Tirol stieg die Zahl von 21 auf 25. Im nunmehr gelben Kufstein waren es 62, bei steigender Tendenz, in Innsbruck-Stadt 33, bei allerdings fallender Tendenz.

Zur Entwicklung der Pandemie in Tirol hält die Kommission fest, dass bei zwei Drittel der neuen Fälle geklärt werden konnte, wo sich die oder der Betroffene angesteckt hat. Fast 40 Prozent der Fälle haben mit Auslandsreisen zu tun, rund 20 Prozent waren Teil eines lokalen Clusters. Ein Viertel der neu infizierten Personen war unter 20 Jahre alt, weiter 70 Prozent waren jünger als 60 Jahre.

Auch die Stadt Innsbruck blieb trotz des Überschreitens des Schwellwerts grün. 70 Prozent der Infektionen wurden aufgeklärt. Ein Drittel der Fälle war unter 20 Jahre alt. Kein einziger Betroffener war älter als 60 Jahre.

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Für Kufstein gibt die Kommission an, dass die „7-Tagesinzidenz" zuletzt von 39 auf 62 pro 100.000 Einwohner gestiegen ist. Auch hier konnten mehr Fälle aufgeklärt werden, fast 70 Prozent. 60 Prozent der Fälle hängen mit einem Auslandsaufenthalt zusammen. Auch im Bezirk Kufstein ist der überwiegende Anteil der Neuinfizierten jung. Allerdings waren auch 6,5 Prozent 60 Jahre oder älter. (sabl, TT.com)


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