Zwei Fahrradunfälle mit schweren Verletzungen: Biker trugen keinen Helm

Gleich zwei Radfahrer mussten am Samstag in die Klinik Innsbruck eingeliefert werden, nachdem sie schwer gestürzt waren. Beide hatten keinen Helm getragen.

Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Tuxer Landesstraße für rund 45 Minuten komplett gesperrt werden.
© ZOOM.TIROL

Mayrhofen, Pertisau – Gleich zwei schwere Fahrradunfälle beschäftigten am Samstag die Einsatzkräfte im Bezirk Schwaz: In Pertisau war ein 21-jähriger E-Bike-Fahrer zu Sturz gekommen, in Mayrhofen ein 58-jähriger Radfahrer. Beide wurden schwer verletzt.

Kurz nach 14 Uhr ereignete sich der erste Unfall in Pertisau: Ein 21-jähriger Deutscher wollte mit einem geliehenen E-Bike von der Gramai Alm nach Pertisau fahren. Bei einem Weiderost auf Höhe des Alpengasthauses Falzturn dürfte er dann einen Bremsfehler gemacht haben: Er kam zu Sturz.

Der Begleiter des Mannes setzte daraufhin die Rettungskette in Gang: Nach der Erstversorgung musste der 21-Jährige in die Klinik Innsbruck geflogen werden. Er hatte bei dem Unfall keinen Helm getragen.

Mit Fahrrad in Kurve gestürzt

Bei einem schweren Sturz wurde am Samstagabend außerdem ein 58-jähriger Österreicher schwer verletzt. Der Mann war mit seinem Fahrrad auf der Tuxer Landesstraße im Gemeindegebiet von Mayrhofen unterwegs, als er gegen 19.20 Uhr in einer Kurve zu Sturz kam. Wie die Polizei mitteilt, hatte auf dieser Radfahrer keinen Helm getragen. Er blieb schwer verletzt liegen.

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Nach der Erstversorgung musste der 58-Jährige in den Schockraum der Innsbrucker Klinik eingeliefert werden. Während der Unfallaufnahme war die Tuxer Landesstraße für die Dauer von rund 45 Minuten für den gesamten Verkehr gesperrt.

Verein Sicherers Tirol appelliert: Unbedingt Helm aufsetzen

Angesichts der schweren Unfälle appelliert der Verein Sicheres Tirol in einer Aussendung, dass Radfahrer unbedingt einen Helm aufsetzen sollten: „Radfahrunfälle ohne Helm verursachen schwere, oft dauerhafte Verletzungen, welche auch zum Tod führen können. Für Kinder bis zwölf Jahren besteht Helmpflicht“, erinnert Karl Mark, Präsident des Vereins Sicheres Tirol.

„Während beim Skifahren der Helm schon als fix gilt, ist das Helmtragen beim Radfahren nur bei 38 Prozent der Bevölkerung etabliert. Besonders im städtischen Bereich mangelt es an der „Helmmoral“, so Mark. Im Jahr 2019 ereigneten sich österreichweit 8138 Radunfälle, davon waren 32 tödlich. Die Tendenz zu schweren Radunfällen ist leider steigend, Hauptverursacher der Steigerungen ist das in Mode gekommene E-Bike. (TT.com)


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