Hüttenwirt wählte Notruf: Wanderer in Prägraten aus Bergnot gerettet

Zwei Deutsche kamen auf einer Tour nur langsam voran. Ein Hüttenwirt wurde darüber informiert, und als die Wanderer am Abend noch nicht da waren, alarmierte er die Einsatzkräfte. Der Sohn des Wirtes stieg auf und versorgte die Wanderer mit Getränken.

(Symbolfoto)
© PantherMedia

Prägraten – Das besonnene Vorgehen eines Hüttenwirts und dessen Sohnes hat am Dienstag maßgeblich zur Rettung zweier Bergsteiger beigetragen. Die beiden Wanderer (62 und 77) hatten sich gegen 9 Uhr zu einer Tour aufgemacht: Von der Lasörlinghütte (2293 Meter Seehöhe) wollten sie auf das Berger-Törl aufsteigen (2810 Meter) und dann weiter in Richtung Berger-See-Hütte absteigen (2181 Meter). Andere Wanderer informierten den dortigen Hüttenwirt, dass die zwei Wanderer sich zu Mittag noch auf dem Gipfel befunden hätten und nur sehr langsam vorankamen. Gegen 20 Uhr alarmierte er dann die Bergrettung.

Der Sohn des Hüttenwirts war zuvor zu den Wanderern aufgestiegen und versorgte diese mit Getränken. Die Einsatzkräfte stiegen zur Berger-See-Hütte und weiter zum Berger-Törl auf. Auf einer Seehöhe von 2500 Meter trafen sie dann auf die beiden Wanderer. Der 77-Jährige war unverletzt, aber völlig entkräftet. Er konnte nicht mehr selbständig absteigen und musste mit einer Trage zur Hütte gebracht werden, teils über felsdurchsetztes Gelände.

Die beiden Deutschen werden im Laufe des Donnerstags selbständig von der Berger-See-Hütte absteigen, schreibt die Polizei. Da es keinen Handyempfang in dem Gebiet gebe, war das Handeln des Wirtes und dessen Sohnes demnach entscheidend. (TT.com)

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