Haie-Boss Hanschitz: „Es geht in dieser Saison ums Überleben“

Die Innsbrucker Haie eröffnen am Donnerstag das Rennen um die Eishockey-Abos. 985 Sitzplätze stehen diese Erstliga-Saison in der Tiwag-Arena zur Verfügung.

Volle Tribünen wird es in der Tiwag-Arena wohl noch länger nicht geben.
© GEPA pictures/ Andreas Pranter

Von Alex Gruber

Innsbruck – Mensch, war das schön, als in den vergangenen Jahren in einer oft vollen Haie-Halle unter 3000 Fans der Bär steppte. Die legendäre 100-Minuten-Partie gegen die Vienna Capitals im Play-off 2018 sticht dabei ins Auge.

2020 ist es wegen dem Coronavirus und in Sachen Zuschauerzahlen aber für alle Clubs an der Zeit, kleinere Brötchen zu backen. Und so stehen den Innsbrucker Haien in dieser Saison nur 985 Sitzplätze im Schachbrettmuster mit den dafür notwendigen Abständen zur Verfügung. Mehr als die Hälfte der Plätze, so Haie-Obmann Günter Hanschitz, sei über Sponsorpakete vergeben, das Rennen um die restlichen Abo-Plätze wird am Donnerstag auf schriftlichem Weg mit Käuferpersonalisierung gestartet. Der künftige Dauerkarten-Besitzer trägt bei einer Weitergabe seiner Abokarte die Verantwortung, dass die lückenlose Nachverfolgung des Besuchers gegeben ist.

„Es tut uns leid, dass wir aufgrund der Bestimmungen treuen Fans ihre Plätze nicht garantieren können. Wir werden uns natürlich so gut wie möglich bemühen“, seufzt Hanschitz, der freilich viel lieber vor mehr Zuschauern gespielt hätte. Denn die Haie haben ohnehin schon die kleinste Heimstätte der Liga und trotz Anfragen beim Eigentümer (Olympiaworld) und der öffentlichen Hand wurde dem Eishockey-Erstligisten der Gang in die große Olympiahalle verwehrt. Das wäre finanziell nicht zu stemmen gewesen. In der alten Halle, wo einst legendäre Alpenliga-Schlachten ausgefochten wurden, ist nicht einmal mehr eine Bande vorhanden ...

Der Sport und die Clubs haben es dieser Tage sehr schwer. „Es geht in dieser Saison ums Überleben“, hält Hanschitz nach Verlustbeträgen, die weit in den sechsstelligen Bereich reichen werden, fest: „Wir hoffen darauf, alle Spiele austragen zu können.“

Hiobsbotschaft: Vor dem ersten Heim-Testspiel gegen Dornbirn am Freitag (ohne Fans!) stellten sich bei Eigengewächs Lukas Bär leider schlechte Nachrichten ein. Der „Luggi“, der zum Verteidiger umgeschult wurde, musste am Dienstag mit einem Syndesmosebandriss unters Messer und fällt wochenlang aus.


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