Laut Microsoft Hackerangriffe aus Russland und China auf US-Wahl

Die Attacken hätten auf Mitarbeiter aus den Wahlkampflagern von Präsident Donald Trump sowie dem Herausforderer der Demokraten, Joe Biden, gezielt und seien vereitelt worden.

Zwischen März und September habe es "Tausende" Attacken gegeben - von denen fast 150 erfolgreich gewesen seien. (Symbolfoto)
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Redmond (Washington) – Hacker aus Russland und China haben nach Angaben des US-Unternehmens Microsoft zuletzt gezielte Cyberangriffe im Zusammenhang mit der anstehenden Präsidentschaftswahl verübt. Die Attacken hätten auf Mitarbeiter aus den Wahlkampflagern von Präsident Donald Trump sowie dem Herausforderer der Demokraten, Joe Biden, gezielt und seien vereitelt worden, teilte Microsoft am Donnerstag mit.

"In den vergangenen Wochen hat Microsoft Cyberangriffe entdeckt, die auf Personen und Organisationen abzielen, die an den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen beteiligt sind", erklärte Microsofts Vizepräsident Tom Burt. Es verdeutliche, dass "ausländische Gruppen ihre Bemühungen im Hinblick auf die Wahlen im Jahr 2020 wie erwartet verstärkt haben". Dies stehe im Einklang mit dem, was die US-Regierung und andere Kreise berichtet hätten.

"Tausende" Attacken

Eine chinesische Hackergruppe habe in diesem Jahr erfolglos versucht, E-Mail-Accounts im Umfeld des Wahlkampfteams des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden anzugreifen, erklärte Microsoft. Auch habe eine Gruppe mit dem Namen "Zirconium" mindestens eine "prominente Person" mit früherer Verbindung zu Trumps Weißem Haus ins Visier genommen, hieß es. Zwischen März und September habe es "Tausende" Attacken dieser Hacker gegeben - von denen fast 150 erfolgreich gewesen seien.

Burt verwies etwa auf eine russische Hackergruppe, die bereits auf die Präsidentenwahl 2016 habe Einfluss nehmen wollen. Sie habe im vergangenen Jahr probiert, in Accounts von politischen Beratern von Demokraten und Republikanern sowie von Expertengruppen und Denkfabriken einzudringen. Namen nannte Burt nicht.

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Von offiziellen Vertretern der drei genannten Länder waren keine Stellungnahmen zu bekommen. Die Wahlkampfteams Bidens und Trumps erklärten, sich der Spionage-Versuche bewusst zu sein. (APA, AFP)


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