Titelverteidiger Kolland-Team wieder die "härteste Mannschaft unter der Sonne"

Der 33. Red Bull Dolomitenmann, der am Samstag unter strengen Corona-Auflagen in Lienz über die Bühne ging, war ein Fall für die Vorjahressieger.

Lukas Kubrican triumphierte erneut mit dem Kolland-Team.
© Philipp CARL Riedl / Red Bull Content Pool

Von Roman Stelzl

Lienz – Aus dem Munde eines Dominik Landertinger haben solche Worte besonders großen Stellenwert. „Das war eines der härtesten Rennen meines Lebens. Richtig, richtig zach“, sagte der 32-jährige Ex-Weltmeister im Biathlon, der im April zurückgetreten war, nach seiner Premiere beim 33. Dolomitenmann. Fast 2000 Höhenmeter Berglauf auf gut zwölf Kilometern Strecke – da war auch bei einem Top-Sportler wie Landertinger (32./1:41:41,6 Std.) die Grenze erreicht. Doch Anstrengung hin oder her – das Dolomitenmann-Fieber hat auch ihn erfasst: „Ich will 2021 wieder starten. Dann aber besser vorbereitet.“

📽️ Video | "Dolomitenmann" in Lienz

Mit dem Sieg hatte sein „Wings for Life“-Quartett im Teambewerb wie erwartet nichts zu tun, am Ende gab es für den Tiroler Landertinger, Wendelin Ortner (Paragleiten), Marcel Bloder (Kajak) und Benjamin Karl (Mountainbike) Rang 34.

Rang eins schnappte sich das favorisierte Kolland Topsport Professional (Remi Bonnet, Chrigel Maurer, Juri Ragnoli, Lukas Kubrican) mit knapp drei Minuten Vorsprung vor dem Red-Bull-Team. Die ELK-Abordnung kam knapp dahinter auf Rang drei.

Insgesamt stellten sich 100 Teams und damit 400 Athleten dem Bewerb für die „Härtesten unter der Sonne“. Und der inszenierte sich trotz Corona-Pandemie und Mundschutz im Ziel. „Wir sind sehr froh, dass wir alle Herausforderungen gemeistert haben. Es war bis zum Schluss unklar, ob und wie der Dolomitenmann stattfindet“, blickte Organisator Nikolaus Grissmann zufrieden zurück. Die Athleten, die sich alle einer Fiebermessung unterziehen mussten, waren begeistert – und das trotz der notgedrungen kleinen Kulisse. Grissmann: „Im Vorjahr hatten wir 10.000 Leute im Dolomitenstadion, jetzt waren es gut 500. Das tut freilich weh, aber am Ende ist alles gut gegangen. Und das ist das Wichtigste.“

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