Die WSG startet mit neuer Philosophie ins zweite Bundesliga-Jahr

Bei Aufsteiger Ried startet die WSG Tirol heute (14.30 Uhr/live TT.com-Ticker) mit vielen neuen Gesichtern und einem deutlich gesenkten Altersschnitt in die Saison.

Er ist nicht aus der Startelf wegzudenken – Edelroutinier Zlatko Dedic (r.) führt die stark verjüngte WSG-Truppe in Ried an.
© gepa

Von Alex Gruber

Wattens – Weil beispielsweise Stefan Maierhofer (38/Admira), Ione Cabrera (34/noch vereinslos) oder Back-up-Keeper Pascal Grünwald (Karriereende) den Klub verließen und Rechtsverteidiger Fabian Koch (31) zudem verletzt fehlt, lässt sich errechnen, wie weit sich der Altersschnitt bei der WSG bereits am ersten Spieltag senkt.

Bei den Rieder Wikingern steigt heute im Inn­viertel im WSG-Dress gleich mehrfach ein Debütantenball: Von den Neuerwerbungen ist Raffael Behounek (23) in der Innenverteidigung ebenso gesetzt wie Nemanja Celic (21) im defensiven Mittelfeld, Zan Rogelj (20/SLO) oder Nikolai Baden Frederiksen (DEN/20) könnten ebenfalls Start­elf-Luft schnuppern. Der große „alte“ Mann unter den vielen Jungen war gestern im Mannschaftsbus Torjäger Zlatko Dedic (35). Denn Innenverteidiger Bruno Soares (32) ereilte das Los, als siebenter Legionär zuhause zu bleiben.

⚽ tipico Bundesliga, 1. Spieltag

Sonntag:

  • 14.30 Uhr: SV Ried - WSG Swarovski Tirol
  • 14.30 Uhr: SKN St. Pölten - Sturm Graz
  • 17.00 Uhr: WAC - Red Bull Salzburg

Bereits gespielt:

  • SK Rapid Wien - FC Admira 4:1 (2:0)

Tore: Murg (4.), Fountas (43., 73.), Kitagawa (90.) bzw. Hausjell (80.)

  • LASK - FK Austria Wien 1:0 (1:0)

Tor: Gruber (43.)

  • SCR Altach - TSV Hartberg 1:1 (1:0)

Tore: Nussbaumer (38.) bzw. Tadic (54.)

Unbekümmerter, jugendlicher Elan und Dynamik statt Routineplus lautet der neue grünweiße Slogan. „Was ich so lese, sehen uns viele als Letzter. Lassen wir uns überraschen“, hielt WSG-Cheftrainer Thommy Silberberger vor der Abfahrt fest: „Wir freuen uns alle riesig auf das Spiel, weil es das erste seit einem halben Jahr ist, bei dem auch wieder Zuschauer dabei sind.“ Dem stimmte mit einem Augenzwinkern („Auch für mich ist es mit Fans besser!“) Kapitän Ferdinand Oswald zu, der sich beim ÖFB-Cup-Viertelfinale gegen Austria Lustenau in der abgelaufenen Saison ja folgenschwer provozieren hat lassen.

Silberberger: „Es gibt kein leichtes Auswärtsspiel“

Die WSG hat jetzt aber ein neues Gesicht. Eine (über-)große Präsenz, wie sie einer wie der Major (Stefan Maierhofer) ausgestrahlt hat, die manche fördert, andere hingegen hemmt, gehört der Vergangenheit an.

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Was der Auftaktgegner laut Silberberger verspricht: „Sie sind heimstark und kampfkräftig. Ich gehe davon aus, dass nur zwei bis drei Neue bei ihnen spielen werden.“ Die Neuen könnten Tirols Linksverteidiger Michael Lercher und/oder Ex-Wackerianer Murat Satin sein. „Es gibt kein leichtes Auswärtsspiel“, bekundet der WSG-Coach seinen Respekt. Es wird eine erste Standortbestimmung.


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