Schüsse in Streifenwagen: Fahndung in Los Angeles

Zwei Polizisten wurden in einem Streifenwagen in Los Angeles angeschossen. Die Exekutive setzte für Hinweise eine Belohnung von 100.000 Dollar aus.

Los Angeles – In Kalifornien fahndet die Polizei mit Hochdruck nach einem Mann, der zwei Polizisten in einem Streifenwagen angeschossen und schwer verletzt hat. Die Polizei suchte am Montag im Großraum Los Angeles nach dem flüchtigen Angreifer und setzte eine Belohnung von 100.000 Dollar (rund 84.000 Euro) für Hinweis zu seiner Ergreifung aus, wie die Polizei des Bezirks Los Angeles mitteilte.

Der Verdächtige war am Samstag in Compton, einem südlichen Vorort von Los Angeles, auf einen Streifenwagen zugelaufen und hatte durch das Autofenster auf die beiden Polizisten, einen Mann und eine Frau, geschossen.

Beide erlitten mehrere Schussverletzungen. Die 31-jährige Polizistin wurde am Kiefer und an den Armen getroffen, ihr 24-jähriger Kollege an Stirn, Armen und einer Hand. Beide sollen aber nicht in Lebensgefahr schweben.

Die Polizei fahndet nun nach einem Afroamerikaner im Alter zwischen 28 und 30 Jahren, der sich in einem schwarzen Auto vom Tatort entfernt haben soll.

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Der Angriff war von einer Überwachungskamera gefilmt worden. US-Präsident Donald Trump hatte das Video im Onlinedienst Twitter geteilt und über den Täter geschrieben: „Tiere, die man hart treffen muss.“ Sollten die beiden Polizisten sterben, müsse der Mörder in einem „schnellen Prozess“ zum Tode verurteilt werden. Dies sei „die einzige Möglichkeit“, um Angriffe auf Polizisten zu beenden.

In den USA gibt es seit Wochen Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt, die durch den Tod des Schwarzen George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai ausgelöst worden waren. Der Angriff auf die beiden Polizisten in Kalifornien lenkte die Aufmerksamkeit nun auf Gewalt gegen Beamte. (APA/AFP)


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