Nasa: Monophosphan-Entdeckung auf Venus großer Fortschritt

Auf der Erde stammt Monophosphan meist aus organischen Quellen. Das könnte auf Spuren von Leben auf der Venus hindeuten. Mit Temperaturen von bis zu 500 Grad Celsius sind die Bedingungen für Leben allerdings bescheiden.

Diese Aufnahme des European Southern Observatorys zeigt Impressionen vom Sonnensystem unseres Nachbarplaneten Venus, auf dem Wissenschaftler jetzt Phosphane entdeckt haben.
© M. KORNMESSER and L. CALCADA / European Southern Observatory / AFP

London/Washington – Die US-Raumfahrtbehörde Nasa sieht in der Entdeckung des Gases Monophosphan auf der Venus den bisher größten Fortschritt in der Suche nach möglichem außerirdischen Leben. Der Fund dieses Gases, das mit lebenden Organismen in Verbindung gebracht wird, sei die "bisher bedeutendste Entwicklung bei der Suche nach Belegen für Leben außerhalb der Erde", schrieb Nasa-Chef Jim Bridenstine auf Twitter.

Bridenstine verwies darauf, dass die Nasa vor zehn Jahren mikrobische Lebensformen rund 12.000 Kilometer über der Erde in der oberen Atmosphäre unseres Planeten entdeckt hatte. Nun aber sei es an der Zeit, bei der Suche nach außerirdischem Leben "den Vorrang auf die Venus zu legen".

Bedingungen wenig förderlich für Existenz von Leben

Ein Forscherteam hatte zuvor in der Fachzeitschrift Nature Astronomy berichtet, in der Wolkendecke der Venus Spuren von Monophosphan entdeckt zu haben. Auf der Erde stammt das leicht entflammbare Gas oft aus organischen Quellen.

Die Wissenschafter hatten die Wolken über der Venus mit Teleskopen erforscht, die auf Hawaii und in der Atacama-Wüste in Chile postiert sind. Sie betonten aber, dass die Entdeckung noch kein Beleg dafür sei, dass auf der Venus tatsächlich Leben existiert.

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Die Bedingungen auf der Venus galten bisher als wenig förderlich für die Existenz von Leben. Die Temperaturen auf dem Planeten erreichen bis zu 500 Grad Celsius. Die Atmosphäre der Venus besteht fast ausschließlich aus Kohlendioxid und erzeugt also einen starken Treibhauseffekt. (APA/AFP)


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