Auf Wünsche der Kinder: Lego stellt von Plastik auf Papier um

Weg von Einweg-Plastikbeuteln: Ab 2021 sollen die Lego-Bausteine schrittweise nur mehr in Papierbeuteln verpackt werden. Über einen Zeitraum von drei Jahren will Lego 400 Millionen US-Dollar in Projekte zur Nachhaltigkeit investieren.

Ab 2021 werden von Lego recycelbare Papierbeutel erprobt.

Billund - Der Spielwarenhersteller Lego stellt die Verpackung seiner bunten Bausteine von Plastik auf Papier um. Ab dem kommenden Jahr sollen die Sackerln mit den Steinen und Figuren in den Kartons nicht mehr aus Kunststoff hergestellt werden, wie Lego am Dienstag mitteilte.

Der für Nachhaltigkeit zuständige Manager Tim Brooks sagte AFP, zudem wolle Lego bis Ende 2022 CO2-neutral produzieren und bis 2025 keine Abfälle mehr erzeugen sowie den Wasserverbrauch um zehn Prozent senken.

Lego werde dafür 400 Millionen Dollar (etwa 337 Mio. Euro) investieren. "Wir bekommen jedes Jahr Tausende von Briefen, und viele davon drehen sich um die Fragen Plastik und Umwelt", sagte Brooks. "Kinder malen Bilder, sie zeigen uns Beispiele, wie sie sich die Verpackung wünschen."

Lego produziert seine bunten Plastikklötzchen in Ungarn, Tschechien, Mexiko, China und im Heimatland Dänemark. Die meisten Teile werden aus einem Kunststoff namens ABS hergestellt - Bäume, Blätter und Büsche seit 2018 aus nachhaltigem Rohrzucker. Das sind allerdings erst zwei Prozent der Produktion. Bis 2030 sollen alle Produkte aus nachhaltigem Material sein. (AFP, TT.com)

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