Wackers Heimpremiere gegen den FAC: Vor den Fans soll's wieder klingeln

Der FC Wacker Innsbruck will heute (18.30 Uhr) beim Heimauftakt die Leistung vom Auftaktsieg in Kapfenberg bestätigen. Bei Gegner FAC standen nach zwei positiven Fällen noch Corona-Tests aus.

Bereit, im Tivoli wieder den Offensivturbo zu zünden – Florian Jamnig freut sich auf die Fan-Rückkehr.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck – Nach der Ankunft in Tirol standen für die Gäste aus Favoriten noch Corona-Tests aus. Zwei offenbar durchaus namhafte Spieler waren in Wien positiv getestet worden, letzte Restzweifel bezüglich des nominierten FAC-Kaders sollten mit der weiteren Testbatterie bis zum Anpfiff bereinigt werden.

Die Fans dürfen heute nach über einem halben Jahr Pause wieder Fußball im Tivoli sehen. Und über die Emotionen aus der schwarz-grünen Fanecke wird sich auch Wackers Flügelflitzer Florian Jamnig nach zwei Auswärts-Jahren (LASK, Altach) freuen: „Ich freue mich mega, dass wieder Leute im Stadion sind. Die Emotionen gehören einfach dazu.“

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Apropos Emotionen. Dafür steht Wackers neuer Cheftrainer Daniel Bierofka, der seine etwas ruhigere Truppe auch beim Auftaktsieg in Kapfenberg von der Seitenoutlinie immer wieder aufstacheln wollte: „Wenn es noch gehen würde, würde ich doch selbst am liebsten reinspringen, aber dafür habe ich jetzt auch ein paar Kilo zu viel und meine Gelenke knirschen“, grinst der 41-jährige Münchner, der mit 35 Jahren seine Laufbahn beendet hat und heute seine Tivoli-Premiere feiert.

⚽ 2. Liga, 2. Spieltag

  • Freitag, 18.30 Uhr: FC Wacker - FAC, Young Violets - GAK, Vorwärts Steyr - Kapfenberg, Dornbirn - Klagenfurt, Rapid II - Juniors OÖ. 20.25 Uhr: Lafnitz - Amstetten
  • Samstag, 20.25 Uhr: Horn - Liefering
  • Sonntag, 10.30 Uhr: BW Linz - Lustenau

Dominanz, so Bierofka gestern, habe viele Gesichter. Aber das Positionsspiel und die Passgenauigkeit vom ersten Match in der Steiermark („Da haben wir wenig Bälle verloren und uns den Gegner zurechtgelegt“) könne man heute liebend gerne für den Heimauftakt übernehmen. Genauso wie jene Körpersprache und Präsenz, die schon in Kapfenberg vom Anpfiff an signalisiert habe: „Es wird nur uns als Sieger geben.“

Die These „Never change a winning team“ dürfte in Sachen Startaufstellung halten, weil in dieser Trainingswoche niemand in eine Art Selbstgefälligkeit verfiel. Denn wenn sich wer hängen ließe, würde der Ex-Löwe der 60er aus München dazwischenfunken.

Alle Mann bis auf die Langzeitverletzten sind an Bord, die Offensivreihe um Jamnig soll wieder Staub in der gegnerischen Abwehrreihe aufwirbeln. „Wenn ich ein paar Tore in dieser Saison schieße, ist es fein. Aber ich versuche in erster Linie meine Stärken wie die Athletik einzusetzen und unserer jungen, hungrigen Mannschaft zu helfen“, notiert der 29-jährige Jamnig, der seine Rolle als Präsidentensohn auch mit den Worten „Wichtig ist nicht, was hinten, sondern vorne oben steht“ umreißt. Da steht das Wappen des FC Wacker, es zähle das Leistungsprinzip. Und da soll das schwarz-grüne Werkl von Woche zu Woche wie geschmiert laufen.

Mit einem (klaren) Heimsieg will der FC Wacker heute ein weiteres Zeichen Richtung Titelfavorit Klagenfurt senden. Im FAC-Tor soll es vor den Fans klingeln.

FAC-Coach Muslic adelt FC Wacker

Auf der FAC-Bank sitzt mit Miron Muslic (38) heute ein interessanter Mann mit Tiroler Vergangenheit. Einer, der das „Traumtor seiner Karriere“ (O-Ton) im Dress des SV Wörgl bei einem Zweitliga-Derby gegen den FC Wacker im Tivoli-Stadion (2004) schoss. Einer der in Innsbruck aufgewachsen ist, mit 24 Richtung Oberösterreich auszog, u. a. beim SV Ried mehrere Trainerstationen (kurz Interims-Coach) durchlief, um diesen Sommer als neuer Cheftrainer beim FAC zu landen. Zudem hat der Ex-Wörgl-Angreifer einen der begehrten Plätze am Weg zur UEFA-Pro-Lizenz inne. Einer wie Muslic hat sich stark weiterentwickelt.

„Es ist schön, wieder die Berge zu sehen“, sagte Muslic gestern bei der Ankunft, um im selben Atemzug den FC Wacker zu loben: „Sie haben mir schon unter Grumser extrem gut gefallen, haben sich jetzt punktuell verstärkt. Die Kaderpolitik ist für mich kein Zeichen, dass sie nur angreifen wollen, sondern deutet Richtung Bundesliga.“ Der Spielverderber soll heute FAC heißen.


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