FC Wacker muss sich im ersten Heimspiel mit einer Nullnummer begnügen

Der FC Wacker Innsbruck tat sich zum Zweitliga-Heimauftakt gegen den FAC vor 1585 Zuschauern sehr schwer. Die Nullnummer, zum Schluss in Unterzahl, deckte auf, dass noch viel Arbeit auf das Bierofka-Team wartet.

Schenkten sich nichts: Bernhard Fila (FAC/l.) und Fabio Viteritti (Wacker).
© GEPA pictures/ Patrick Steiner

Von Alex Gruber

Innsbruck – Die gute Nachricht vorweg: Der FC Wacker hielt im zweiten Spiel defensiv zum zweiten Mal die Null, etwas, auf dem man beim geplanten Angriff auf Klagenfurt aufbauen kann. Offensiv fehlte ein gutes Stück. Aber der Reihe nach:

Endlich wieder Fußball vor Fans nach über einem halben Jahr Corona-Pause. Schon am frühen Nachmittag verriet ein Wacker-Fan mit Vereinsmundschutz in der Innsbrucker Innenstadt, dass man am gestrigen Tag in der entsprechenden Adjustierung wieder ins Tivoli-Stadion durfte. Und die Lust, den neuformierten FC Wacker nach dem überzeugenden 3:0-Auswärtssieg in Kapfenberg auch im ersten Heimspiel live zu sehen, war durchaus groß.

Nach einer ersten Kopfball-Gelegenheit von Mittelstürmer Ronivaldo (3.) und einem Freistoß von Fabio Viteritti, der knapp übers Tor strich (8.), geriet der schwarzgrüne Motor gegen freche Gäste, die oft früh störten, aber einigermaßen ins Stocken. Und so kamen die Favoritner angetrieben von Ex-Wackerianer Marco Sahanek immer besser ins Spiel, ein Freistoß des FAC-Spielmachers stellte Wacker-Goalie Marco Knaller aber vor keine allzu großen Probleme. Den Hausherren fehlte im oft schleppenden Aufbau die technische Präzision und wenn man bis in den Strafraum kam, fehlte der finale Pass oder entscheidende Abschluss. Im Gegenzug hatten die Wiener nach einem feinen Zatl-Stanglpass durch Tolga Günes eine durchaus große Chance, um vor dem Wechsel in Führung zu gehen. Er schoss vorbei (36.).

Der Auftrag in der zweiten Halbzeit, als es in Richtung Südtribüne – dem vorerst neuen „Heimatort“ der eingefleischten FCW-Fans – ging, war klar. Sauberer, schneller, entschlossener sollte der Vorwärtsgang werden, um die FAC-Defensive zu knacken. Das erste Ausrufezeichen gab es dann in Minute 57: Nach feiner Viteritti-Vorlage köpfelte Ronivaldo aus kürzester Distanz übers Tor – eine Szene, die ein Spiegelbild zur vergebenen Maierhofer-Topchance im Bundesliga-Abstiegs-Endspiel der WSG Tirol gegen die Admira im Juli war.

2. Liga, 2. Runde:

Wacker Innsbruck - FAC Wien 0:0

Young Violets Austria Wien - GAK 2:4 (0:1)

Vorwärts Steyr - Kapfenberger SV 0:3 (0:2)

FC Dornbirn - Austria Klagenfurt 1:1 (0:0)

Rapid Wien II - FC Juniors OÖ 1:1 (1:1)

SV Lafnitz - SKU Amstetten 2:2 (2:2)

Samstag:

SV Horn - FC Liefering 2:4 (1:2)

Sonntag:

Blau Weiß Linz - Austria Lustenau 10.30 Uhr

Eine weitere Kopfball-Topchance von Innenverteidiger Markus Wostry landete in den Armen von FAC-Goalie Belmin Jenciragic (67.), offensiv fand das Auswärtsteam zu diesem Zeitpunkt so gut wie gar nicht mehr statt.

Der Schein trügte, denn der FC Wacker lief nach einem Ballverlust in defensiver Unordnung in einen Bilderbuchkonter des FAC, den Kapitän Lukas Hupfauf nur mehr mittels notwendiger Notbremse an Sahanek unterbinden konnte (82.). Den folgenden Freistoß konnte Knaller aber parieren. Einen letzten Jamnig-Versuch in der Nachspielzeit konnte Jenciragic abwehren. „Die Jungs wollten zu viel, hatten einen Rucksack mit. Ich kenne das von anderen Stationen. Aber es war erst das zweite Spiel und wir wissen, wo wir ansetzen müssen. Es wird dir auch in dieser Liga nichts geschenkt“, schloss Cheftrainer Daniel Bierofka.


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