Nadal sucht nach überraschendem Ausscheiden in Rom keine Ausreden

Das Hauptproblem des neunfachen Rom-Siegers, der Diego Schwartzman in allen neun vorangegangenen Matches geschlagen hatte, war am Samstag der Aufschlag.

Für Rafael Nadal war im Rom-Viertelfinale Endstation.
© RICCARDO ANTIMIANI

Rom - Bärenstark hatte er in den Runden davor ausgesehen, doch Sandplatz-König Rafael Nadal ist schon im Viertelfinale des Masters-1000-Turniers in Rom ausgeschieden. Bei der Generalprobe für die am kommenden Sonntag beginnenden French Open musste sich der zwölffache Roland-Garros-Champion Diego Schwartzman überraschend mit 2:6,5:7 beugen. Der 34-jährige Spanier wollte aber nach keinen Ausreden suchen.

Das Hauptproblem des neunfachen Rom-Siegers, der Schwartzman in allen neun vorangegangenen Matches geschlagen hatte, war am Samstag der Aufschlag. Zudem beging er eine Serie von uncharakteristischen Fehlern. 30 unerzwungene Fehler und fünf Service-Verluste zeugen davon.

"Wenn man den Aufschlag so oft verliert, kann man nicht erwarten ein Match zu gewinnen. Daran muss ich arbeiten und ich weiß, wie ich das mache", sagte Nadal. Es sei einfach nicht sein Abend gewesen und auch nicht die Zeit, Ausreden zu finden. "Ich muss einfach akzeptieren, dass ich nicht gut genug gespielt habe."

Für Nadal, der in Paris seinen French-Open-Rekord von bisher zwölf Titeln ausbauen möchte, war es das erste Turnier seit der Pause wegen der Coronakrise. Zuletzt hatte er Ende Februar das Turnier in Acapulco gewonnen. Der Spanier hat den US-Trip nach New York ja ausgelassen, um sich in Europa ganz auf Sand für das Grand-Slam-Turnier an der Seine vorzubereiten. Umso überraschender kam das Aus.

TT-ePaper testen und eine von 150 Jahres-Vignetten gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Sein großer Widersacher hingegen steht im Halbfinale, wenn auch mit einem Ausraster. Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic rang den Deutschen Dominik Köpfer mit 6:3,4:6,6:3 nieder und zerstörte in einem Wutausbruch einen Schläger. Djokovic steht unter besonderer Beobachtung, weil er bei den US Open wegen eines im Frust weggeschlagenen Balls eine Linienrichterin am Kehlkopf getroffen hatte. Dies führte den Regeln entsprechend zur Disqualifikation, auch wenn dies unabsichtlich passiert war.

Djokovic nach Ausraster: "Bin nicht perfekt"

"Nun, lasst mich euch sagen, das war nicht das erste und nicht das letzte Racket, das ich in meiner Karriere zerbrechen werde", sagte der 33-jährige Djokovic. Zwar möchte er so etwas nicht tun, aber: "So muss ich meinen Zorn manchmal rauslassen. Es ist sicher nicht die beste Message da draußen, besonders für die jungen Spieler. Natürlich bin ich nicht perfekt."

Djokovic spielt nun gegen Casper Ruud (NOR) und hofft auf seinen 36. Titel bei einem Masters-1000-Turnier. Dieser würde ihm die alleinige Führung in dieser höchsten ATP-Turnierkategorie einbringen, die er mit je 35 Siegen noch mit Nadal teilt. Roger Federer hält bei 28 Titeln. Thomas Muster ist in der ewigen Wertung mit acht Titeln übrigens Siebenter, Dominic Thiem hat bisher einen (Indian Wells 2019) gewonnen. (APA)


Kommentieren


Schlagworte