20.000 Fans bei Formel-1-Comeback am Nürburgring erlaubt

Die zuständige Gesundheitsbehörde behielt sich vor, bei einem Ansteigen der Infektionszahlen in den kommenden Wochen, das Kartenkontingent zu kürzen, oder die Veranstaltung ganz abzubrechen.

So dicht gedrängt wie beim letzten F1-Gastspiel am Nürburgring 2013 werden die Fans heuer zwar nicht stehen, aber immerhin 20.000 Zuschauer sind beim Rennen der Motorsport-Königsklasse in Deutschland erlaubt.
© GEPA pictures/ XPB Images

Nürburgring – Die Formel-1-Rückkehr auf den Nürburgring darf trotz Coronakrise vor 20.000 Zuschauern stattfinden. Das teilte die Kreisverwaltung Ahrweiler als zuständige Gesundheitsbehörde am Montag mit. Vom 9. bis 11. Oktober geht das erste Gastspiel der Formel 1 in der Eifel seit sieben Jahren in Szene. Möglich wurde dies auch wegen eines strengen Hygienekonzepts, in dem u.a. Kontaktminimierung, eine gezielte Besuchersteuerung und ein striktes Alkoholverbot festgelegt wurde.

"Wenn am 11. Oktober der Titel "Großer Preis der Eifel" verliehen wird, ist das weit über die Grenzen des Motorsports hinaus eine Werbung für die Eifel, in der die Formel 1 auch ein Stück Identität ist", teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) mit.

Im Konzept sind auch spezielle Infektionsschutzmaßnahmen und die räumliche und zeitliche Einteilung von Publikumsgruppen enthalten. Die Eintrittskarten für das Formel-1-Rennen werden demnach ausschließlich online, personalisiert und sitzplatzgenau angeboten. Dadurch sei eine Kontaktnachverfolgung jederzeit möglich. Besucher aus Corona-Risikogebieten werden aufgrund des online-basierten Verkaufs identifiziert und ausgeschlossen.

Tickets in mehreren Verkaufsstufen erhältlich

Die Ticketkontingente werden laut Kreisverwaltung in mehreren Verkaufsstufen angeboten, um jederzeit auf ein Ansteigen des Infektionsgeschehens reagieren zu können. Die Kontingente müssen jeweils von der Kreisverwaltung freigegeben werden. Besondere Bedeutung habe auch das Infektionsgeschehen unmittelbar an den Veranstaltungstagen. Die Einhaltung der Auflagen werde engmaschig kontrolliert, bei Verstößen behalte sich die Kreisverwaltung vor, Tribünen zu schließen oder die gesamte Veranstaltung abzubrechen.

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Eigentlich war 2020 kein Formel-1-Rennen in Deutschland geplant. Wegen der Corona-Pandemie können aber keine WM-Läufe in den USA, Kanada, Mexiko und Brasilien gefahren werden, auch die geplanten Rennen in China, Singapur und Japan wurden abgesagt. Daher war die Rennserie auf der Suche nach weiteren Gastgebern in Europa. Ferrari-Pilot Vettel bekommt daher doch noch ein Heimspiel in seinem Abschiedsjahr bei der Scuderia. (APA, dpa)


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