Nach Brand in Moria: Italien nimmt 300 Flüchtlinge auf

Vor gut zwei Wochen brannte das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos ab. Rund 12.000 Migranten wurden obdachlos.
© LOUISA GOULIAMAKI

Rom, Lesbos – Italien will nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche 300 Migranten von der griechischen Insel Lesbos aufnehmen. Die katholische Gemeinschaft Sant'Egidio teilte am Dienstag in Rom mit, ein entsprechendes Abkommen mit dem Innenministerium werde unterzeichnet.

Dies sei "die erste italienische Antwort auf den Appell der Europäischen Union", hieß es in einer Mitteilung der katholischen Hilfsorganisation, die sich unter anderem für Migranten einsetzt.

Nach dem Großbrand im Lager Moria vor gut zwei Wochen waren auf Lesbos gut 12.000 Migranten obdachlos geworden. Deutschland hatte sich daraufhin nach und nach bereit erklärt, insgesamt 2750 Geflüchtete von den griechischen Inseln aufzunehmen. Nach dem Brand hatte es viel Kritik an der fehlenden Bereitschaft der übrigen EU-Staaten gegeben, sich an der Aufnahme von Migranten aus den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln zu beteiligen. Die österreichische Bundesregierung will nach eigenen Angaben für rasche Unterstützung vor Ort sorgen, "aber keine neuen Anreize für Schlepper" schaffen. (APA/dpa)

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