Platter in ZiB2 zu Reisewarnung aus Berlin: Existenzen von Tirolern bedroht

Landeshauptmann Günter Platter nahm an Freitagabend in der ZiB2 zur deutschen Reisewarnung für Tirol Stellung. Er betonte, es handle sich um einen schweren Schlag und man müsse nun die Infektionen wieder runterbekommen.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter.
© ORF/Screenshot

Innsbruck – Tirols Landeshauptmann Günther Platter hat die Aufnahme Tirols auf die Liste der Corona-Risikogebiete in Deutschland bedauert. Das sei ein "schwerer Schlag" für den Wirtschaftsstandort Tirol, sagte der ÖVP-Politiker am Freitagabend in der ORF-"ZiB 2". Es gehe um die Existenzen vieler Tirolerinnen und Tiroler, auch von Menschen, die nicht direkt im Tourismus beschäftigt seien, nannte Platter "Bäcker" oder Installateure als Beispiele.

📽️ Video | Günther Platter (ÖVP) in ZiB2

"Wir müssen runter mit den Neuinfektionen", sagte Platter. Schließlich wolle Tirol auch runter von der deutschen "Liste", damit "wir eine ordentliche Wintersaison haben". Diese werde ermöglicht, indem es im kommenden Winter kein "Apres Ski mit Hully Gully" geben werde.

Dass sich im vergangenen Winter im Tiroler Skiort Ischgl "so viele Menschen infiziert haben", gehe ihm "unter die Fingernägel", formulierte Platter. Er bedaure dies. Doch seien in den "letzten drei Monaten" von 1.800 in Tirol Infizierten "nur 55 ausländische Gäste" gewesen. Das zeige, dass die Maßnahmen im Fremdenverkehr Wirkung zeigten. Es sei die Eigenverantwortung der Menschen gefragt, notfalls werde aber auch die Exekutive einschreiten.


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