WSG Tirol jagt beim Gastspiel in Altach die Geister der Vergangenheit

Noch nie gewann die WSG Tirol gegen Altach in der Bundesliga – das soll sich am Samstagnachmittag (17 Uhr, live TT.com-Ticker) in der Cashpoint-Arena ändern.

Zan Rogelj (l./im Zweikampf mit Rene Renner) und die WSG tankten beim 1:1 gegen den LASK in der Vorwoche Selbstvertrauen.
© EXPA/STEFAN ADELSBERGER

Von Tobias Waidhofer

Wattens, Altach – Beim ersten Saison-Auswärtsspiel der WSG Tirol in Ried waren es auch die Anhänger der Wikinger, die ihre Mannschaft in der zweiten Halbzeit nach vorne und bis zum späten 3:2-Siegtreffer gepeitscht hatten.

Diese Gefahr scheint am Samstag (17 Uhr, live TT.com-Ticker) in Altach nicht gegeben. Schuld daran ist das leidige Coronavirus. Denn das Match muss nach einer behördlichen Anhörung vor 500 statt der geplanten 3000 Zuschauer stattfinden. Natürlich sehr zum Ärger der Altacher. „Uns ist klar, dass wir alles unternehmen müssen, um einen zweiten Lockdown zu verhindern. Wir sind auch keine Corona-Leugner und haben das Thema immer sehr ernst genommen. Trotzdem haben wir das Gefühl, dass hier Aktionismus betrieben wird“, sagte Geschäftsführer Christoph Längle.

Sportlich trifft die WSG Tirol heute auf einen Kontrahenten, gegen den man von den vier Duellen kein einziges gewinnen konnte (2:3, 0:1, 1:1, 0:4). Kann man von einem Angstgegner sprechen? „Nein“, sagt Trainer Thomas Silberberger, um launig nachzulegen: „Im Endeffekt war letzte Saison jeder unser Angstgegner.“ Trotzdem erinnert sich der Wörgler auch an zwei starke Aufwärtsauftritte: „Es waren hochintensive Matches: Im Grunddurchgang wurde uns ein klares Tor aberkannt (2:3/Kopfball-Treffer Stefan Hager, Anm.), in der Qualirunde haben wir die Riesen-Chance auf das 0:2 liegen lassen (1:1/Lattenpendler von Bruno Soares, Anm.).“ Es sei nun an der Zeit, drei Punkte aus Altach mitzunehmen. Vielleicht helfen dabei ja auch Standardsituationen, die zu Beginn der vergangenen Saison noch für viel Wirbel gesorgt hatten, um im Laufe der Spielzeit immer weniger wirkliche Gefahr auszustrahlen.

Die Altacher setzen unter Alex Pastoor weiter auf gepflegtes Passspiel, haben aber mit Christian Gebauer und vor allem Sidney Sam viel Qualität verloren. „Sie sind spielerisch stark, aber defensiv lassen sie schon einiges zu“, weiß Routinier Koch, der heute in die Startelf zurückkehren wird. Auch Innenverteidiger Raffael Behounek ist wieder fit, allerdings betrieb auch Stefan Hager zuletzt gegen den LASK (1:1) Eigenwerbung. Der neu entfachte Konkurrenzkampf soll die Qualität bei der neuen WSG anwachsen lassen. Damit endlich in Altach gejubelt werden darf.


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