Iranische Menschenrechtlerin Sotudeh beendete Hungerstreik

Mit dem Hungerstreik wollte die 57 Jahre alte Anwältin und Frauenrechtlerin gegen die Haftbedingungen der politischen Gefangenen während der Corona-Pandemie protestieren. Sie hat 50 Tage lang gestreikt.

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Teheran – Die im Iran inhaftierte Menschenrechtlerin Nasrin Sotudeh hat nach fast 50 Tagen ihren Hungerstreik beendet. "Wegen ihres kritischen Zustands hat Nasrin gestern ihren Hungerstreik abgebrochen", twitterte ihr Ehemann Reza Chandan am Samstag. Zuvor musste Sotudeh wegen einer Herzschwäche fünf Tage lang in einem Krankenhaus in Teheran behandelt werden. Sie wurde am Donnerstag entlassen und ins berüchtigte Evin-Gefängnis zurückgebracht.

Mit dem Hungerstreik wollte die 57 Jahre alte Anwältin und Frauenrechtlerin gegen die Haftbedingungen der politischen Gefangenen während der Corona-Pandemie protestieren. Chandan zufolge war ihr Gesundheitszustand in den vergangenen Tagen besorgniserregend.

Sotudeh wird "staatsfeindliche Propaganda" vorgeworfen. Über ihre Haftstrafe gibt es unterschiedliche Angaben. Nach Angaben ihres Ehemannes wurde sie 2018 von einem Revolutionsgericht zu einer Haftstrafe von 33 Jahren und sechs Monaten sowie zu 148 Peitschenhieben verurteilt. Von der Haft muss sie mindestens 12 Jahre absitzen. Später war aber auch von 38 Jahren die Rede.

Sotudeh hatte vor Gericht alle gegen sie erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Sie engagiere sich lediglich friedlich für Frauenrechte und gegen die Todesstrafe im Land. Sie und ihr Mann gehören zu den renommiertesten Menschenrechtsaktivisten im Iran. (APA/dpa)


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