Haftbefehle sechs Jahre nach Verschwinden von 43 Studenten in Mexiko

Von den Festnahmen sind zahlreiche Polizisten und Soldaten betroffen. Sie sollen die jungen Leute verschleppt und an Drogenkartelle übergeben haben.

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© REUTERS/JORGE DAN LOPEZ

Mexiko-Stadt – Sechs Jahre nach der mutmaßlichen Tötung von 43 Studenten haben die Behörden in Mexiko Haftbefehle gegen zahlreiche Polizisten und Soldaten ausgestellt. Man gehe davon aus, dass diese Personen etwas mit dem Verbrechen zu tun hätten, sagte der Vorsitzende der Sonderstaatsanwaltschaft für den Fall, Omar Gomez, am Samstag in Mexiko-Stadt.

Die Studenten waren am 26. September 2014 im Teilstaat Guerrero verschwunden. Die Behörden vermuten, dass sie von Polizisten verschleppt wurden und an Mitglieder eines Drogenkartells übergeben wurden, die die jungen Leute schließlich verbrannten. Seitdem wurden Dutzende Leichen in Massengräbern in den umliegenden Bergen gefunden.

Bisher konnten lediglich die sterblichen Überreste von zwei der Vermissten identifiziert werden. Im Zusammenhang mit dem Fall wurden bereits Dutzende Personen festgenommen. Das mutmaßliche Massaker hat in Guerrero Massenproteste ausgelöst. Der mexikanischen Regierung werden Versäumnisse im Kampf gegen Korruption und Organisierte Kriminalität vorgeworfen. (APA/Reuters)


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