WSG drückt aufs Tempo: „Wir spielen besser Fußball als in der Vorsaison"

Der 2:0-Sieg in Altach bestätigte, dass sich die WSG Tirol bislang mit Erfolg in der Bundesliga „neu erfindet“. Die Luft für einige wird dabei dünner.

Einer jener „Alten“, die außer Diskussion stehen – Zlatko Dedic schoss sein eigenes Ablaufdatum in Altach einmal mehr in den Wind.
© DIETMAR STIPLOVSEK

Von Alex Gruber

Altach, Wattens – In den Hochzeiten der Regionalliga und Zweiten Liga hat WSG-Sportmanager Stefan Köck das Zitat „no pranter, no party“ kreiert. Der Benni, die 31-jährige und langjährige Wattener Kreativperle, kam in Altach aber erst in den Schlussminuten aufs Feld während andere WSG-Routiniers (Buchacher, Toplitsch, ...) gestern gemeinsam in der Regionalliga kickten.

Der Wandel der Zeit, der anscheinend am extrem professionellen Doppeltorschützen Zlatko Dedic (bald 36) spurlos vorübergeht, ist im neuen WSG-Kader spürbar. Wenngleich erst drei Runden gespielt sind und noch sehr, sehr viel passieren kann.

Wichtig ist, wie man als Spieler auf die Bank oder Einsätze in der zweiten Mannschaft reagiert.
Thomas Silberberger, WSG-Trainer

„Wir spielen besser Fußball als in der Vorsaison, können Ausfälle besser auffangen. Aber halten wir den Ball weiterhin lieber flach“, notiert Köck, dem es natürlich alles andere als unrecht war, dass das Kopfweh über dem Arlberg blieb und vorerst Altach-Cheftrainer Alex Pastoor und dessen Gefolge quält.

Mit dem Speed der 20-jährigen Flügelzange Zan Rogelj (SLO) und Nikolai Baden Frederiksen (DEN) wollten die Wattener in Altach die Tiefe attackieren, was in einigen Szenen gelang. Dass es dabei durchaus noch Luft nach oben gibt, registrierte Rechtsverteidiger Fabian Koch bei seinem Comeback: „Nach vorne haben wir mit der Schnelligkeit viele Chancen kreiert und hätten das eine oder andere noch ein bisschen besser ausspielen können.“

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In der Detailarbeit bereitet sich die WSG diese Woche auf das Heimspiel gegen die Austria (Samstag, 17 Uhr/live TT.com-Ticker) vor. In Sachen Neupositionierung oder etwaig veränderter Hierarchie hält Silberberger in gebotener Ruhe fest: „Es wird noch jeder zum Zug kommen, und wir werden jeden brauchen.“ Mit dem Blick auf die Bank oder Regionalliga-Startplätze verdienter Kräfte erklärt der 47-Jährige schlüssig: „Wichtig ist, wie die Spieler darauf reagieren.“

In der Startelf von Altach standen mit dem starken Goalie Ferdinand Oswald sowie David Gugganig und Kelvin Yeboah nur noch drei Zweitliga-Meister. Was zählt, ist das große Ganze. Silberberger sah einen „großteils superstabilen Gesamtauftritt“. Vielleicht lockt dieser am Samstag (Austria) endlich mehr Fans ins Tivoli.


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