Stallverbot für Landwirte? Verwirrung um Quarantäne-Bestimmungen in Kärnten

Nach Medienberichten, wonach Bauern in Quarantäne nicht in ihren Ställen arbeiten dürften, folgte schließlich eine Stellungnahme der Landwirtschaftskammer: Es habe sich um ein "Missverständnis" gehandelt.

Nach Almabtrieben und Zusammenkünften mussten in Kärnten 150 Personen in Quarantäne. (Symbolbild)
© Tirol Werbung/Freudenthaler

Klagenfurt – Verwirrung hat am Montag in Kärnten rund um die Quarantäne-Bestimmungen für Landwirte geherrscht. Medienberichten zufolge dürften Bauern in Quarantäne nicht in ihren Ställen arbeiten. Nach Almabtrieb-Feiern im Gailtal wurden 13 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, nach dem Contact Tracing mussten insgesamt 150 Personen in Quarantäne.

Betroffene Landwirte dürften ihr Stallgebäude nur dann in Quarantäne betreten, wenn es an das Wohnhaus anschließt, wurde der Bezirkshauptmann von Hermagor, Heinz Pansi, dazu in der Kleinen Zeitung zitiert. Bei der Landwirtschaftskammer Kärnten liefen daraufhin die Telefone heiß, am Montagmittag folgte eine Stellungnahme.

"Die tägliche Versorgung der Tiere durch die Betriebsführerfamilie ist sichergestellt", erklärte die Kammer in einer Aussendung. Es habe sich um ein "Missverständnis" gehandelt. Stallarbeit sei auch für Personen möglich, die sich in Absonderung befinden.

Bereits im Frühjahr habe es diesbezüglich Gespräche zwischen Landwirtschafts- und Gesundheitsministerium gegeben – mit dem Ergebnis, dass für die "systemrelevante Landwirtschaft" eine sogenannte "Arbeitsquarantäne" gilt. Und die sehe vor, dass die Bewirtschaftung der Betriebe unter Einhaltung der Covid-19-Sicherheitsmaßnahmen "auch im Fall einer Quarantäne" möglich sei. Grundvoraussetzung dafür sei aber, dass es zu keinem Kontakt mit betriebsfremden Personen kommen darf. (APA, TT.com)

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