"Äußerst erfolgreiches Modell: Land Tirol legt "Bildungskarenz plus" neu auf

Das Land Tirol hat 2,9 Millionen Euro für die Neuauflage der "Tiroler Bildungskarenz plus“ bereit gestellt.

Von links: Manfred Pletzer (Vizepräsident Wirtschaftskammer Tirol), Alfred Lercher (designierter Landesgeschäftsführer AMS Tirol), Bildungs- und Arbeitslandesrätin Beate Palfrader und Erwin Zangerl (Präsident Arbeiterkammer Tirol).
© Land Tirol/Huldschiner

Innsbruck – Das Land Tirol legt aufgrund der Corona-Krise die sogenannte "Bildungskarenz plus" neu auf. Damit will man Betriebe motivieren, auf mehr Mitarbeiterbildung zu setzen, um Kurzarbeit oder Kündigungen zu verhindern. Für die Maßnahme, die bis zum 30. Juni andauert, werden 2,9 Mio. Euro zur Verfügung gestellt, erklärte Arbeitslandesrätin Beate Palfrader (ÖVP) am Dienstag.

"Bereits in Zeiten der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 war die Tiroler 'Bildungskarenz plus' ein äußerst erfolgreiches Modell im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit", warb Palfrader für die Maßnahme der schwarz-grünen Landesregierung. Die Bildungsmaßnahme darf höchstens zwölf Monate dauern und muss bis zum 30. Juni begonnen werden.

Tiroler Bildungskarenz plus

➤ Die Förderung des Landes Tirol beträgt 50 Prozent der förderbaren Aus- bzw. Weiterbildungskosten, höchstens jedoch 3000 Euro pro Arbeitnehmer. Die Maßnahme muss bei einem anerkannten Bildungsträger absolviert werden, kann aber auch im Unternehmen selbst stattfinden, sofern ein anerkannter Bildungsträger mit der Durchführung betraut ist, hieß es.

🔗 Nähere Infos zur "Bildungskarenz plus" unter: www.tirol.gv.at

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Logische Antwort auf virusbedingte Krise

Das AMS Tirol begrüßte die Wiedereinführung der "Tiroler Bildungskarenz plus", da mit dieser Spezialförderung Arbeitskräfte auch während wirtschaftlich schwieriger Zeiten im Unternehmen gehalten und gleichzeitig höher qualifiziert werden können. "Zeiten von Unterbeschäftigung im Betrieb mit Fortbildung zu überbrücken, ist arbeitsmarktpolitisch auf jeden Fall anzuraten und hilft, genauso wie die Kurzarbeit, die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den Arbeitsmarkt abzufedern“, betonte Alfred Lercher, designierter Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Tirol

Auch Tirols AK-Präsident Erwin Zanger zeigt sich zufrieden. "Die Qualifikation der Mitarbeiter steigt, ein großer Vorteil auch für die Unternehmen. So können gleichzeitig wichtige bildungs- und arbeitsmarktpolitische Impulse gesetzt werden“, so Zangerl. Das Sonderprogramm "Tiroler Bildungskarenz plus" sei deshalb die logische Antwort auf die derzeitige virusbedingte Krise.

„Diese finanzielle Unterstützung für die Tiroler Betriebe - gerade im Bereich der Mitarbeiterentwicklung - wird seitens der Tiroler Wirtschaftskammer sehr begrüßt", betonte auch Manfred Pletzer, Vizepräsident der Tiroler Wirtschaftskammer. Besonders attraktiv sei dabei, dass nicht nur Personalkosten während der Zeit vom Arbeitsmarktservice übernommen, sondern auch die Kurskosten bis zur Hälfte durch das Land Tirol gefördert werden. (TT.com)


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