Studienbeginn ohne Partys: Faßmann und ÖH appellieren an Vernunft

Der Bildungsminister und die Österreichische HochschülerInnenschaft erinnern an Hygienestandards und Maskenpflicht an den heimischen Unis. Innsbruck setzt im Wintersemester zu einem großen Teil wieder auf Distance Learning.

Die Innsbrucker Universitätsstandorte sind ab 5. Oktober wieder zu den üblichen Öffnungszeiten für alle zugänglich – mit Maske und Abstand.
© Thomas Böhm

Wien/Innsbruck – Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) und die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) wenden sich anlässlich des am Donnerstag (1. Oktober) beginnenden Studienjahres in einem gemeinsamen Brief an die Studenten. Sie appellieren darin, die Hygienestandards einzuhalten und einen Mund-Nasen-Schutz zu verwenden.

📽️ Video | Unis und FH für Semesterstart gerüstet:

Gleichzeitig wird auf den vor Kurzem erarbeiteten „Leitfaden für den gesicherten Hochschulbetrieb" verwiesen. Masken sind etwa in allen Hochschulgebäuden zu tragen, wenn der jeweilige Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Darüber hinaus schreiben manche Hochschulen, wie etwa die Universität Wien, eine Tragepflicht auch in den Lehrveranstaltungen vor. An der Uni Innsbruck darf die Maske während der Lehrveranstaltungen abgenommen werden – vorausgesetzt der Abstand von mindestens einem Meter wird eingehalten.

Prüfungen und Lehrveranstaltungen nur vereinzelt vor Ort

Die Lehrveranstaltungen werden teils vor Ort, teils digital und teils in einer Mischform (hybrid) abgehalten. Über die genaue Ausgestaltung entscheiden die Hochschulen, Innsbruck setzt zu einem Großteil auf Distance Learning. Im Allgemeinen gilt: Vorrang bei Präsenzveranstaltungen haben Studienanfänger, Laborübungen und Praxislehrveranstaltungen bzw. Praktika. Die Hörsäle werden zu höchstens 50 Prozent ausgelastet, Sitzplätze sind im Regelfall markiert. Meist wird auch parallel zu Vor-Ort-Veranstaltungen ein Online-Format angeboten.

Prüfungen finden ebenfalls sowohl online als auch vor Ort statt. Für größere Präsenzprüfungen gelten ähnliche Regeln wie für Lehrveranstaltungen vor Ort. Ab einem Richtwert von 250 Teilnehmern werden besondere Sicherheitsvorkehrungen empfohlen – etwa die Zuteilung fixer Sitzplätze. Außerdem müssen dann Zu- und Abgänge geregelt werden.

📽️ Video | Heinz Faßmann zur Situation an Schulen und Unis:

Lernplätze in Bibliothek nur mit Reservierung

Bibliotheken können für die Entlehnung großteils normal genützt werden. Für Lesesäle und Lernzonen muss man sich aber meist im Vorhinein anmelden. Auch an der Universitätsbibliothek in Innsbruck stehen derzeit nur die Hälfte der Lernplätze zur Verfügung, deshalb ist eine Online-Reservierung vorab Pflicht. Dabei kann jeweils entweder der Vormittags- oder der Nachmittagsslot gebucht werden.

Partyverbot für Studentenheime

Einen Extra-Appell gibt es in den Richtlinien in Sachen Partys und Studentenheime. „Im Sinne eines eigenverantwortlichen Handelns ist es unverantwortlich, in dieser aktuellen Risikolage ein solches Event zu veranstalten", heißt es in einer Zusammenfassung des Leitfadens. Etliche Heimträger hätten die Partyräume daher bereits gesperrt bzw. ein Partyverbot verhängt. (APA/TT.com)


Kommentieren


Schlagworte