Tiroler Ski Crosser Wahrstötter gab seinen Rücktritt bekannt

Nach seinem verhängnisvollen Sturz bei den Olympischen Spielen 2018 kam Christoph Wahrstötter nicht mehr richtig in Fahrt. Der richtige Zeitpunkt für das Karriereende sei nun gekommen, teilte der Tiroler mit.

Christoph Wahrstötter (l.) verabschiedet sich vom Kampf Mann-gegen-Mann auf der Piste.
© GEPA pictures/ Oliver Lerch

Innsbruck – Bevor der Wintersport so richtig in die neue Saison startet, hängen zwei rot-weiß-rote Ski Crosser ihr Arbeitsgerät an den Nagel. Christoph Wahrstötter (30) und Lisa Eisenbeitl (23) beenden ihre Karriere, teilte der ÖSV am Montag in einer Aussendung mit.

Der Tiroler Wahrstötter war insgesamt 93 Mal im Weltcup am Start und fuhr dabei fünf Mal aufs Podest (4 zweite Plätze und ein dritter Platz). Zudem blickt er auf drei WM- und zwei Olympia-Teilnahmen zurück. Bei den letzten Winterspielen in Pyeongchang wurde dem 30-Jährigen ein schwerer Sturz zum Verhängnis, von dem er eine komplizierte Kopfverletzung davontrug. Diese war letztendlich auch ausschlaggebend für den Abschied vom Profisport.

"Es ist schon unmittelbar nach Pyeongchang ein Rücktritt im Raum gestanden. Aber ich habe es noch einmal versucht und auch noch einmal alles investiert, musste aber zur Kenntnis nehmen, dass mir nach dieser Verletzung nicht mehr alles so leicht von der Hand gegangen ist", erklärte Wahrstötter. "Die Karriere zu beenden, ist nie eine leichte Entscheidung. Ich habe zuletzt aber auch gemerkt, dass ich nicht mehr all die Eigenschaften an den Tag legen kann, die notwendig sind, um im Ski Cross ganz vorne mitfahren zu können. Daher ist nun der richtige Zeitpunkt für diesen Schritt gekommen." Jetzt freue er sich auf jene Dinge, die in den vergangenen Jahren etwas zu kurz gekommen seien.

Die 23-jährige Steirerin Eisenbeitl verbuchte im Europacup vier Podestplätze und war drei Mal im Weltcup am Start. (TT.com)


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